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Die Zugstrecke Chur-Arosa ist durch Felsstürze gefährdet

Die RhB-Line von Chur nach Arosa ist auf einem Streckenabschnitt gefährdet. Die bereits bestehenden Schutzmassnahmen sind am Ende ihrer Lebenszeit und müssen ersetzt und ergänzt werden, wie das Amt für Wald und Naturgefahren mitteilt. Darunter befinden sich unter anderem Tunnels, Steinschlaggalerien und ein Steinschlagschutznetz.

Andrina
Brodbeck
Montag, 30. März 2020, 04:30 Uhr 1,4-Millionen-Projekt
Die Schutzmassnahmen auf der Zugstrecke Chur-Arosa müssen erneuert werden.
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Im Juli 2017 kam es auf der Strecke Chur-Arosa zu einem Ereignis, bei dem durch ein Steinschlag Bäume auf die Zuggleise fielen. Obwohl es damals zu keinem grösseren Schaden kam, will man solche Ereignisse nun vollständig verhindern. Das Amt für Wald und Naturgefahren koordiniert das 1,4 Millionen Projekt in Zusammenarbeit mit der RhB.

Steiles Gebiet

«Um die Sicherheit der Bahnlinie ständig zu gewährleisten, werden Steinschlagschutznetze erstellt und Felsvernetzungen montiert», sagt Martin Frank vom Amt für Wald und Naturgefahren. Steinschlagschutznetze sind drei Meter hoch und dienen dem Rückhalt von herabrollenden Felsen und Blöcken. Felsvernetzungen werden direkt auf instabile Felspartien montiert, um diese zu sichern.
In einer ersten Phase wurden bereits in den Jahren 2018 und 2019 Schutzverbauungen in Form von Felsvernetzungen erstellt. In der zweiten Phase sollen nun in den Jahren 2020 bis 2022 weitere Schutzverbauungen in Form von Steinschlagschutznetzen und Felsvernetzungen erstellt werden. «Die weiteren Bauarbeiten haben anfangs März dieses Jahres begonnen und werden voraussichtlich bis Ende Juni dauern, bevor sie in den nächsten Jahren dann weitergehen», sagt Frank. Die Bauarbeiten in den beiden Vorjahren seien ohne Probleme verlaufen, obschon das Gebiet durch die Steilheit und Steinschlaggefährdung anspruchsvoll sei.

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STEINSCHLAG SCHUTZ CHUR -AROSA in den letzten Jahren musste in diese Strecke viel Geld Investiert werden. Nun möchte ich meine, schon seit Jahren, im Kopf schlummernde Idee kundtun. Wäre es nicht Sinnvoll von Chur einen Tunnel via Lenzerheide nach Arosa zu bauen? Die Dörfer im Schanfigg könnte mann ja mit Postautos Sicher stellen. Und das Verkehrs Problem auf die Lenzerheide ist ja auch ein Dauer Brenner. Ich weis, ich bin vielleicht ein Spinner, aber der Tunnel könnte später ja weiter gebaut werden, bis?, ja via Davos bis ins Südtirol.