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Fast schon leeres Welschdörfli am Wochenende

Im Welschdörfli haben sich vorletztes Wochenende viele Ausgangsfreudige getummelt –ohne Hygiene- und Schutzmassnahmen. An diesem Wochenende sah es anders aus.

Südostschweiz
Montag, 06. Juli 2020, 20:17 Uhr Situation verbessert?
Letztes Wochenende war das Welschdörfli schon fast leer im Gegensatz zum vorletzten Wochenende.
PHILIPP BAER

Bilder des vorletzten Wochenendes im Welschdörfli in Chur sorgten für viel Gesprächsstoff. Die Gassen der Ausgangsmeile waren voll mit Menschen – von Abstands- und Hygieneregeln keine Spur. Nun ist ein weiteres Ausgangswochenende vorbei und die neusten Bilder zeigen fast schon ein leeres Welschdörfli. Trügt der Schein oder hat sich die Situation wirklich verbessert?

Durch erneute Aufklärung…

Wie Roland Hemmi, Stv. Polizeikommandat der Stadtpolizei Chur, gegenüber Radio Südostschweiz erklärt, sind tatsächlich positive Änderungen feststellbar. Diese Veränderungen seien auf verschiedene Massnahmen zurückzuführen. «Vergangene Woche haben wir sämtliche Gastrobetriebe des Welschdörfli zu uns eingeladen und nochmals die aktuelle Situation besprochen.» Dabei sei erneut geklärt worden, was die Aufgaben der Betriebe und ihrer Security-Personen seien. Auch sei auf das Contact-Tracing hingewiesen worden.

oder doch nur wegen den Ferien?

«Ebenfalls haben wir die Polizeipatrouille verstärkt, ziviles Sicherheitspersonal auf die Strassen geschickt und Schutzmasken verteilt», ergänzt Hemmi. Rund 800 Masken seien am Wochenende verteilt worden. Eine weitere Massnahme umfasste das Aufstellen von Plakaten, wie Hemmi erzählt. Nebst diesen Massnahmen sehe er die Berichte in den Medien als Grund für die Besserung. Die Menschen seien durch die Schlagzeilen nämlich sensibler auf das Thema geworden. «Es ist aber auch so, dass wir Ferienbeginn hatten und darum vielleicht einige Personen gar nicht mehr in Chur unterwegs waren», sagt Hemmi.

Vorgehensweise bleibt gleich

In den nächsten Wochen solle es betreffend Massnahmen so weiterlaufen. «Wir werden weiterhin intensiv den Kontakt mit den Gastronomen führen», meint Hemmi und fügt hinzu: «Dies vor allem, weil wir letzten Freitag festgestellt haben, dass einzelne Betriebe qualitativ kein gutes Contact-Tracing durchgeführt haben.» Dies sei aber durch die Gespräche am Samstag verbessert worden. All diese Massnahmen und die Vernunft der Menschen würden dazu beitragen, dass Bilder von vollen Gassen der Vergangenheit angehörten, so Hemmi. (paa)

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