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Über 70 Künstler zeigen in Glarus «Coronakunst»

Die Kunst soll in einer Zeit der Verunsicherung vermittelnd wirken. Im Güterschuppen in Glarus startet am 26. September die Ausstellung «Coronakunstglarus».

Südostschweiz
Montag, 21. September 2020, 04:30 Uhr Austellung im Güterschuppen
Der Tod lauert vor dem Güterschuppen: Das Künstlerpaar Pialeto aus Mollis nimmt mit einer grossen Skulptur an der Ausstellung teil, die sich hier noch im Aufbau befindet.
CLAUDIA KOCK MARTI

Die Ausstellungsmacher von «Coronakunstglarus» sparen nicht mit dramatischen Worten: «19 Jahre nach 9/11 sind es nicht Terroranschläge, die für weltweite Verunsicherung sorgen. 2020 ist es eine Pandemie, mit der die Menschheit konfrontiert ist», schreiben sie in der Ankündigung der Ausstellung im Güterschuppen in Glarus. Ein halbes Jahr nach dem Lockdown sei die Verunsicherung kaum kleiner. Die Pandemie sei allgegenwärtig. «Ihre Folgen verunsichern, spalten, machen skeptisch, ängstlich oder gleichgültig. Die Konsequenzen sind kaum absehbar, die Perspektiven sind verschwunden.» In dieser «besonderen Zeit» vereint «Coronakunstglarus» über 70 Künstlerinnen und Künstler für drei Wochen in Glarus.

Der jüngste der Künstler ist laut der Ankündigung zehn Jahre alt, der älteste hat Jahrgang 1933. Initiatorin Rahel Opprecht erklärt: «Bei der gesellschaftsverbindenden Aktion betritt die Kunst die Bühne des Dialogs. Sie wird zur Vermittlerin der Krisenbewältigung: nährend, inspirierend, provozierend, befreiend, ästhetisch und interaktiv.»

Diverse Veranstaltungen

Die Vernissage zu «Coronakunstglarus» findet am Samstag, 26. September, um 16 Uhr beim Güterschuppen Glarus statt. Bis zur Finissage am 18. Oktober stehen eine Performance des «Duo Perfona», eine Podiumsdiskussion, ein Künstlergespräch und eine Bildbetrachtung mit Melody Gygax auf dem Programm. (eing)

Öffnungszeiten:
ab 26. September jeweils Mittwoch 14 – 16 Uhr, Freitag 17 – 19 Uhr, Samstag 11 – 16 Uhr und Sonntag 13.30 – 16 Uhr.

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