×

«Ich bin meiner Linie treu geblieben»

Es war ein kurzer Abstecher in die Welt der Reality-TV-Show «Love Island»: Die Bündnerin Jolene Jäger musste ihre Koffer bereits wieder packen. Zurück in der Heimat erzählt sie von der Zeit bei der TV-Sendung.

Südostschweiz
Dienstag, 22. September 2020, 04:30 Uhr Churerin bei «Love Island»
Jolene Jäger aus Chur hat bei der deutschen Reality-TV-Show «Love Island» mitgemacht.
SCREENSHOT INSTAGRAM LOVEISLAND.DE

Die 23-jährige Churerin Jolene Jäger ist vergangene Woche in die «Love Island»-Villa eingezogen, also eigentlich auf den zusätzlichen Glamping-Platz – Glamping steht für Glamourous Camping und ist quasi die Luxusvariante des gewöhnlichen Zeltens. Jolene wurde in der Show als Granate angekündigt, so werden alle Neuankömmlinge genannt, die die Show crashen und aufwirbeln sollen. Ihre Zeit als Granate währte aber nur kurz: Mittlerweile befindet sich Jolene wieder zu Hause in Graubünden. Die Enttäuschung über die schnelle Rückkehr sei zwar gross, dafür sei die Bündnerin nun aber reich an Erfahrungen.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt 

Aber beginnen wir von vorne. Wer «Love Island» kennt, weiss, dass in der Vergangenheit schon der eine oder andere Kandidat mit Schweizer Wurzeln in der TV-Show die grosse Liebe (oder etwas in der Art) gesucht hat. Was aber steckt hinter der Teilnahme der Churerin? «Ich wollte einfach etwas Neues ausprobieren», sagt Jolene Jäger gegenüber Radio Südostschweiz. Immerhin sei sie schon drei Jahre Single und habe es im Alltag nicht geschafft, jemanden kennenzulernen. «Ich dachte mir dann: ‹Warum auch nicht›.»

Das Gefühl, als der Einzug bevorstand, sei unbeschreiblich gewesen. Man laufe zur Location und werde von gefühlt hundert Kameras begleitet. «Das kennt man halt nicht aus dem normalen Leben. Es war Nervenkitzel pur, gemischt mit Freude auf das bevorstehende Erlebnis.»

Keine Intrigen ... 

Jolene verbrachte also ein paar Tage auf einem Glamping-Platz. Drei Männer aus der Hauptvilla und zwei weitere, neu angereiste Frauen waren mit ihr da. Es knisterte bereits heftig zwischen manchen Kandidaten, nicht so aber bei der Bündnerin. Zwar hatte sie an einem Kandidaten namens Josua Interesse, wie sie auf Instagram nach dem Auszug erklärte. Dieser fand jedoch an Jolenes Konkurrentin mehr Gefallen. Nach wenigen Tagen musste die Bündnerin daher die Show wieder verlassen.

«Als ich nicht in die Hauptvilla einziehen durfte, war meine Enttäuschung dementsprechend gross», erklärt die Churerin. Denn beim Glamping hatte Jolene nur die begrenzte Möglichkeit, drei Männer kennenzulernen. Die männlichen Neuzugänge hingegen durften direkt in die Hauptvilla und konnten dort alle Frauen kennenlernen. «Ich hätte schon gerne die Chance gehabt, alle Männer zu treffen.» Die 23-Jährige habe sich übrigens von Anfang an geschworen, kein glückliches Pärchen auseinanderzureissen. «Ich bin meiner Linie treu geblieben», so Jolene.

... dafür Freundschaften

Obwohl der Abstecher in die deutsche Reality-TV-Show nur kurz war, sei die Erfahrung für sie einmalig gewesen, sagt Jolene. «Die Zeit vor Ort war viel intensiver, als ich es mir vorgestellt hatte. Denn ein Tag hat 24 Stunden, im Fernsehen ausgestrahlt werden aber lediglich 50 Minuten.» Es sei also viel geschehen, das den Zuschauern nicht gezeigt worden sei. «Alles in allem war es auf jeden Fall eine tolle Erfahrung.»

Die Kandidaten und das Team von «Love Island» seien super gewesen. «Es wurde sehr gut auf uns geschaut und ich hatte viel Spass.» Ein kleiner Trost seien zudem die neuen Freundschaften, die sie geschlossen habe. «Ich habe in der Show Freunde gefunden, die ich ein Leben lang behalte, und das ist sehr schön.»

Vielleicht auf ein zweites Mal

Abgeneigt gegenüber weiteren Reality-TV-Shows ist die 23-Jährige nicht. Aber es müsse wirklich eine Show sein, die zu ihr passe und ihr Freude bereite. «Ich mache nicht bei irgendeiner Sendung mit, nur damit ich dabei bin. Auf keinen Fall.» (brr/paa)

Kommentar schreiben

Kommentar senden