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Kindergarten Juhee

Uhr
Oliver
Fischer

Beginnt das Chaos jeden Tag von vorn, sagen wir: Herzlich Willkommen im Familienleben. Unser Alltag reiht verrückte, bunte, profane und ab und zu unfassbar perfekte Momente aneinander. Das Leben als Mama oder Papa ist eine aufregende Reise, auf die wir Euch nun mitnehmen. Ganz nach dem Motto: Unser Alltag ist ihre Kindheit.

Kind ist jetzt gross. Weil, Kind ist jetzt ein Kindi-Kind. Bisher waren die meisten Entwicklungsschritte, die wir als Familie und unser Kind als Mensch gemacht haben, eher klein. Der Eintritt in den Kindergarten war, respektive ist immer noch, der erste richtig grosse Schritt. Eigentlich ist es ein ziemlicher Sprung, für den wir alle aber auch ziemlich viel Anlauf genommen haben.

Unter den Freunden des Kindes in der Krippe, gibt es zwei, drei, die seit letztem Jahr im Kindergarten sind. Das hat grossen Eindruck gemacht und was diese Kinder so alles im Kindi machen und erleben und von dort zu berichten wussten, war von grosser Wichtigkeit. Die Frage, wann es denn endlich auch in den Kindi gehe, beschäftigte Kind und Eltern entsprechend regelmässig. Zusammengefasst: die Vorfreude auf das grosse Abenteuer Kindergarten war riesig und je näher der erste Kindi-Tag rückte, umso öfter spielten wir zuhause «Kindergarten» – zuerst war es noch die Idee von uns Eltern, um dem Kind Sicherheit zu geben, dass es weiss, was da am ersten Tag auf es zukommt – schnell aber war es der Kindergärtner in spe, der uns damit in den Ohren lag …

Inzwischen sind die ersten beiden Kindi-Wochen bald vorbei. Wie sehr es dem Kind im Kindi tatsächlich gefällt, ist immer noch etwas schwierig einzuschätzen – Ihr erinnert Euch an meinen letzten Blog und den «Seg-I-Nit»- oder «Weiss-nüm»-Modus. Wenn man allerdings das morgendliche Vor-Kindi-Programm als Massstab nimmt, dürfen wir wohl annehmen, dass Kind gerne in den Kindi geht:

Am ersten und zweiten Tag stand das Kind, da wohl vor allem vor Aufregung und Nervosität, mehr oder weniger früh vor unseren Weckern auf der Matte und war hellwach. Inzwischen muss man es zwar wieder wecken, aber danach läuft das Anziehen, Zmorga essen, Zähne Putzen, Rucksack Packen und pünktlich Loslaufen zuverlässig und bestens gelaunt. Auf dem «Zwergawegli» dann jeweils die Frage, ob heute wohl wir oder das Gspänli, mit dem wir den Kindi-Weg beschreiten, zuerst am Treffpunkt sein wird. Und sobald die beiden zusammen sind, ist die Welt in bester Ordnung und der Weg von offensichtlicher (Vor-)Freude geprägt. Bis jetzt waren wir immer so früh am Kindi, dass wir noch ein paar Minuten warten mussten, bis es Zeit war hinein zu gehen – und die beiden so aufgekratzt waren, dass man sie fast festhalten musste.

Aktuell liest man ja – anlässlich des Schulstarts – in anderen Blogs, und den Kommentarspalten darunter, immer mal von der «Bildungsmühle» in die Kinder gesteckt werden und wie sie da in irgendwelche Formen gepresst und Bahnen gelenkt würden. Natürlich, wir haben jetzt gerade einmal zwei Wochen Kindi hinter uns, aber wenn die Begeisterung am Morgen nur annähernd so Bestand hat, dürfte das Kind eine schöne Schulzeit in der «Bildungsmühle» vor sich haben. Denn genau darauf hoffe ich als Vater und wir als Eltern: dass das Kind den Kindi und später die Schule als etwas Positives erlebt, wo es tagtäglich neue, spannende Dinge lernt, sich einbringen und entfalten kann und seinen Weg suchen und finden wird.

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