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Danke!

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PIXABAY
Oliver
Fischer

Beginnt das Chaos jeden Tag von vorn, sagen wir: Herzlich Willkommen im Familienleben. Unser Alltag reiht verrückte, bunte, profane und ab und zu unfassbar perfekte Momente aneinander. Das Leben als Mama oder Papa ist eine aufregende Reise, auf die wir Euch nun mitnehmen. Ganz nach dem Motto: Unser Alltag ist ihre Kindheit.

«As Guats Neus» – das wünsche ich Euch allen für die kommenden 366 Tage. Ich möchte zum neuen Jahr einmal Danke sagen. Und zwar einer ganzen Menge Menschen, die wir Eltern zwar mehr oder weniger oft, aber meist nur kurz sehen, mit ihnen ein paar Worte wechseln, die aber für unser Leben und vor allem das unserer Kinder extrem wichtig sind: den Betreuerinnen und Betreuern in Kinderkrippen und -tagesstätten landauf, landab.

Unser Kind besucht seit es sechs Monate alt war mehrere Tage pro Woche eine Kinderkrippe. Während drei (zeitweise sogar einmal vier) Tagen übergeben wir Eltern unser Kind in die Obhut von uns zunächst einmal wildfremden Menschen - und vertrauen darauf, dass sie sich liebevoll, umsichtig und uneingeschränkt um es kümmern.

Für unseren Teil können wir sagen: unser Vertrauen wurde nie enttäuscht; im Gegenteil. Wir haben die vielen Frauen und wenigen Männer, die für unser Kind Bezugs- und Vertrauenspersonen und in einigen Fällen vom Kind innig geliebte Freunde sind und waren, immer als engagierte und warmherzige Menschen kennengelernt. Als Menschen, denen das Wohl der ihnen anvertrauten Kinder stets am Herzen liegt und oberste Priorität geniesst.

Da wird gespielt, gebastelt und gemalt, selbst gekocht und gebacken, jeden Tag gehts nach draussen auf den Spielplatz, einen Spaziergang im Quartier, in den Wald oder mal ins Museum. Und an jedem Elterngespräch merken wir, wie genau die Betreuerinnen und Betreuer unser Kind beobachten, wie gut sie es kennen, seine Eigenschaften beschreiben und sein Verhalten einordnen können.

Dafür möchte ich Ihnen allen meinen (unseren) grossen und ehrlichen Dank aussprechen. Denn wir wissen auch, dass diese Betreuungsarbeit alles andere als ein Zuckerschlecken ist (ich komme ja mit einem einzigen Kind immer wieder an meine Grenzen …), dass die Bezahlung vergleichsweise bescheiden und die Anforderungen (auch von uns Eltern) enorm hoch sind.

Ich bin ausserdem sehr dezidiert der Meinung, dass diese Betreuungsarbeit, die da geleistet wird, nicht nur von uns Eltern viel mehr gedankt werden sollte, sondern dass diese Arbeit gesellschaftlich viel höher wertgeschätzt und auch ökonomisch besser gestellt werden muss. Ich bin der Meinung, dass die Betreuungsarbeit für unsere Kinder, die es uns ermöglicht produktive Mitglieder der Gesellschaft zu sein, sehr wohl als systemrelevante Branche eingestuft werden und entsprechend gefördert werden müsste.

Bis es soweit ist, dauert es wohl noch eine ganze Weile, was wir Eltern aber sofort und jederzeit machen können, ist eben einfach etwas öfter am Abend, wenn wir unsere Kinder in der Krippe, Kita oder im Hort abholen, Danke sagen. Es kostet nichts, aber es ist enorm wertvoll.

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