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Kein Platz für Rassismus

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SHARAIN LIEW / PIXABAY
Kristina
Schmid

Beginnt das Chaos jeden Tag von vorn, sagen wir: Herzlich Willkommen im Familienleben. Unser Alltag reiht verrückte, bunte, profane und ab und zu unfassbar perfekte Momente aneinander. Das Leben als Mama oder Papa ist eine aufregende Reise, auf die wir Euch nun mitnehmen. Ganz nach dem Motto: Unser Alltag ist ihre Kindheit.

«Mama.» Am Ende seines Lebens rief George Floyd nach seiner Mutter.

Es ist einfach, leise zu sein. Nett zu sein. Höflich zu sein. Und es ist für die meisten Menschen auch einfach, nicht rassistisch zu sein. Nur, «nicht rassistisch sein», das bringt keinen Wandel. Das bringt nichts. Ich habe schon immer daran geglaubt, dass jedes Menschenleben gleich viel Wert ist. An #blacklivesmatter. Doch darum geht es nicht. Meine Meinung macht ihr Leben auch nicht besser. Die Frage lautet vielmehr, inwiefern ich diese Meinung mit Worten und Taten untermaure?

«Mama.» Am Ende seines Lebens rief George Floyd nach seiner Mutter.

Als Mamas haben wir einen tiefgreifenden und dauerhaften Einfluss auf unsere Kinder. Und wir haben eine Verantwortung in der Erziehung unserer Kinder. Und Teil dieser ist es, selbst im 21. Jahrhundert, unsere Kinder mit Rasse und Rassismus vertraut zu machen. Darüber zu schweigen ist falsch. Zu glauben, erst darüber zu reden, würde das Ganze schlimmer machen, ist falsch. Es gibt vieles, über das ich diesem Bereich nicht Bescheid weiss. Aber was ich weiss, ist: Eine Gesellschaft ändert sich erst dann, wenn sich die Menschen dieser Gesellschaft ändern. Und die einzige Person, die ich kontrollieren kann, bin ich selber. Meine Gedanken, meine Worte und meine Taten. Wir können also kontrollieren, was wir als Mama und Papa unseren Kindern vermitteln. Welche Worte wir sprechen. Wie wir sie sprechen. Was wir ansprechen. Wie wir darüber urteilen. Und selbst unser Schweigen hat einen Einfluss auf unsere Kinder.

Unser Zuhause soll Verständnis ausstrahlen. Unsere Kinder sollen erleben, spüren und sehen, was es heisst, zuzuhören und in Liebe und Zuneigung zu handeln sowie für Gleichberechtigung einzustehen. In der Hoffnung, sie würden es uns als erwachsene Menschen gleichtun.

«Rassismus ist wie Staub in der Luft. Er scheint nicht vorhanden, bis man die Sonne reinlässt. Dann sieht man den Staub plötzlich überall. Solange wir also Licht reinlassen, können wir den Staub wegwischen, wohin er auch fällt», sagte Kareem Abdul-Jabbar einmal. Es ist also essenziell, dass wir Licht in unser Zuhause lassen. Dass wir uns selbst, aber auch unsere Kinder informieren und aufklären, bevor wir sie in diese Welt rausschicken. Wir sind dafür verantwortlich. Denn Kinder sind in keinem Alter zu jung, um mit ihnen über Rasse und Rassismus zu sprechen.

Es genügt nicht, höfliche und nette Kinder zu erziehen. Zumindest dann nicht, wenn man sich eine bessere Zukunft für unsere Kinder wünscht. Ich wünsche mir, dass unsere Kinder das Leben mit offenen Augen betrachten. Dass sie Schwierigkeiten und Probleme anderer Menschen wahrnehmen. Und dass sie bei Ungerechtigkeiten aufstehen sich laut dagegen auflehnen. Auch wenn wir alle anders aussehen, so gehören wir letztlich alle zur gleichen Rasse. Der menschlichen Rasse

«Mama.» Am Ende seines Lebens rief George Floyd nach seiner Mutter.

Ich werde weiterhin jeden Tag versuchen, meinen beiden Kindern zu zeigen, wie wichtig es ist, freundlich zu sein. Zu lieben. Zuzuhören. Jeden zu respektieren. Niemanden auszugrenzen. Jeden Tag. Sie werden eines Tages erwachsene Menschen sein und ich bete dafür, dass sie stets im Hinterkopf die Stimme ihrer Mama hören werden, die sie ermutigt, gut zu sein, besser zu sein.

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Ich bin der Meinung das sich die Anhänger des George Floyd mehr gedanken machen sollten. Ob es wirklich richtig ist das ganze Theater noch aufzubauschen mit Morenköpfe Verkauf im Migros. Mir sind Politische Gruppierungen eher egal. Aber wenn man darauf abzielt Unwesentliches sprich Morenköpfe als Politisches Argument Abschaffen zu wollen. Bekomme ich nur Hass auf solle Menschen die Politik und Genuss nicht Trennen können. Eine schande für die Links gerichteten Politik anhetzer.
Gruss J.M.