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Feuerwehr Chur war 2019 so lange im Einsatz wie nie zuvor

Die Feuerwehr Chur musste 2019 oft ausrücken. Ein grosses Thema in der Bevölkerung waren die Grossbrände. Fürs neue Jahr steht neben weiteren Einsätzen auch ein Übungsprogramm an, im dem Waldbrände thematisiert werden.

Südostschweiz
Donnerstag, 16. Januar 2020, 04:30 Uhr Retter in der Not
Die Stadtfeuerwehr hatte einige Grosseinsätze im Jahr 2019.
MARCO HARTMANN

Vergangen Samstag fand die traditionelle Feuerwehrnacht statt. Dabei blickte die Feuerwehr Chur zusammen mit ihren Partnern der Blaulichtorganisationen und Politik auf das Jahr 2019 zurück, wie es in einer Mitteilung heisst.

Insgesamt waren die Feuerwehrleute über 3400 Stunden im Einsatz. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 40 Prozent mehr. Eine Zunahme gab es auch bei den Strassenrettungseinsätzen. Darunter zählen die Rettung von Unfallopfern und Fahrzeugbränden auf dem zugeteilten Gebiet der A13 und umliegenden Strassen. «Es war ein aussergewöhnliches Jahr mit vielen Grosseinsätzen», so Hansjörg Erni, Kommandant der Feuerwehr Chur.

Immer im Einsatz

Von den insgesamt 126 Einsätzen waren 31 aufgrund von Bränden. Die Anzahl unechter Alarme beläuft sich fast aufs Doppelte. Besonders viel Einsatzvermögen verlangten jedoch die Grossbrände. Erni betont: «Dieses Jahr haben vor allem die vielen nächtlichen Einsatzstunden bei Kälte geprägt. Es gab viele lange Einsätze, die mehrere Stunden gedauert haben.»

Bei Grossbränden sei die Situation sehr belastend. Die Feuerwehrleute sind viele Stunden vor Ort. Auch die anschliessenden Tage sind nicht zu unterschätzen.Viele der Feuerwehrleute gehen einem Job nach. Also gestaltet sich die Erholungsphase als sehr schwierig. Erni erklärt, neben dem Einsatz selbst, stellt auch die Verarbeitung der Emotionen eine Herausforderung dar.

Die Feuerwehr ist oft mit Autodrehleiter und Tanklöschfahrzeug im Einsatz.
STADT CHUR/STADTKANZLEI

Wertschätzung

Bei den vielen Einsätzen realisiert die Bevölkerung, wie wichtig die Arbeit der Feuerwehr ist, Erni betont: «Oft befinden wir uns am Scheitelpunkt zwischen Leben und Tod.» Die gegenseitige Wertschätzung und die positiven Stimmen aus der Bevölkerung seien die Motivation für die Zukunft. Es werde stetig weitergeübt, um die Sicherheit der Bevölkerung bestmöglich sicher zu stellen.

Das Jahr 2020 steht für die Feuerwehr ganz im Sinne der Waldbrandbekämpfung. Teile des Waldes haben oft eine Schutzfunktion für Siedlungen und Verkehrswege. Generell sei dieses Thema wichtig, besonders in Zusammenhang mit der Klimaerwärmung. Der zweite Schwerpunkt bildet das Zusammenwachsen der Feuerwehren Chur und Maladers, nach der bereits stattgefunden Fusion, wie die Stadt Chur sagt. (paa)

 

Beförderungen innerhalb der Churer Feuerwehr:

Philipp Furrer zum Oberleutnant

Tobias Acoola, Maurus Baumann und Michael Capeder zu Wachtmeistern

Karin Barfuss, Alessio Leston, Renzo Lisi, Corsin Stampfer und Lukas Zimmermann zu Korporalen

Bruno Murk und Max Knecht wurden in den Feuerwehrruhestand verabschiedet.

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