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Priester leitet Penisfoto an Sekretärin weiter

Ein Nidwaldner Priester hat kürzlich per sofort seine Demission beim Apostolischen Adminstrator des Bistums Chur eingereicht. Der Grund: Der Priester soll einer Pfarramtssekretärin ein Nacktfoto mit erigiertem Penis auf Whatsapp geschickt haben.

Südostschweiz
Freitag, 18. September 2020, 18:39 Uhr Anzeige eingereicht
Ein Penisfoto landete auf dem Smartphone einer Pfarramtssekretärin des Dekanats Nidwalden. Der Absender: Ein Priester.
UNSPLASH / ANDREW GUAN

Der Skandal hat sich im Dekanat Nidwalden ereignet: Am 31. August erreicht eine Whatsapp-Nachricht das Smartphone einer Pfarramtssekretärin. Der Absender ist ein Priester des gleichen Dekanats und die Nachricht enthält eine Bilddatei. Das Bild zeigt den nackten Körper eines Mannes und sein erigiertes Glied, wie Recherchen von «kath.ch» zeigen.

Anzeige eingereicht

Von da an nahmen die Dinge ihren Lauf. Bereits am darauffolgenden Tag landete die Nachricht beim Kirchenratspräsident, der umgehend das Generalvikariat einschaltete. Dort sind die weiteren Schritte klar: Der Priester wird per sofort freigestellt, damit bei einer Anzeige reagiert werden könne.

Die Anzeige erfolgte wenige Tage später. «Ein polizeiliches Ermittlungsverfahren ist eröffnet worden. Es gilt die Unschuldsvermutung», bestätigt die Nidwaldner Kriminalpolizei gegenüber dem Portal. 

Nachricht unbeabsichtigt weitergeleitet

Der Priester erklärt sich damit, dass er das Bild ungefragt zugesendet bekam und er es beim Versuch es zu löschen, aus Versehen der Sekretärin weitergeleitet habe. Er entschuldige sich dafür «in aller Form» und bedauere «das Missgeschick». Der Priester hat seine Demission eingereicht, die mittlerweile vom zuständigen Bischof auch angenommen wurde.

Der Priester stammt nicht aus der Diözese Chur. Bischof Vitus Huonder hatte ihn 2011 zum Priester geweiht.

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