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Geringeres Pestizid-Risiko ist ganz im Sinne der Regierung

Eine parlamentarische Initiative fordert die Reduktion des Risikos beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln von 50 Prozent in den nächsten sieben Jahren. Die Bündner Regierung ist damit grundsätzlich einverstanden.

Südostschweiz
Donnerstag, 14. Mai 2020, 08:56 Uhr Parlamentarische Initiative
Pestizide sind gefährlich für Mensch und Umwelt.
SYMBOLBILD PIXABAY

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats hat eine parlamentarische Initiative in die Vernehmlassung gegeben. Der Vorentwurf von «Das Risiko beim Einsatz von Pestiziden reduzieren» will die Risiken durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bis 2027 um die Hälfte reduzieren. So sollen auch die Ziele des Aktionsplans Pflanzenschutz verbindlich geregelt werden.

Wie die Regierung nun mitteilt, begrüsse sie die Stossrichtung grundsätzlich. Sie bringe die gewünschte Verbindlichkeit für das wichtige Ziel des Absenkpfads, um die Belastung der Umwelt mit Pestiziden spürbar zu reduzieren. Allerdings betont die Regierung in diesem Zusammenhang auch die grosse Herausforderung für die Landwirtschaft und die Wichtigkeit des Datenschutzes bei diesem Thema. Zudem führt sie aus, dass diese Vorlage zusammen mit der AP22+ im Parlament behandelt werden sollen, da die beiden Geschäfte kaum separat voneinander betrachtet werden können. (mma)

 

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Titel und Artikel finde ich Augenauswischerei.
Angesichts der heutigen Chemie-Realität in Böden und Grundwasser sowie ständigem Nachschub (von Spritz-Fahrzeugen und -Flugzeugen) und dem Verzögerungsfaktor (wann wird das Gift appliziert und bis wann kommt es im Trinkwasser an) finde ich "bis 2027" Halbierung Pestizide (quantitativ oder qualitativ?) einen schlechten Witz (zumal als quasi Schwächungs-Gegenvorschlag zur Volksinitiative), zumal Konsumentenzeitschriften (wie Saldo, Ktipp) bereits vor Jahren mehrfach darauf hinwiesen, dass Schweizer Bauern eh "mindestens das 2- bis 3-fache Spritzen wie ihre umliegenden Nachbarn in Europa" und ähnlich wie beim Klima es schon nach "Fünf vor Zwölf" sein dürfte (sich das Volk zu sehr an Gewohnheiten klammert):
https://www.suedostschweiz.ch/politik/2020-05-12/grundwasser-durch-chlo…
https://www.bioaktuell.ch/pflanzenbau/nachhaltigkeit/bio-und-welternaeh…
https://www.weltagrarbericht.de/aktuelles/nachrichten/news/de/32851.html
Dass die Senkung des Fleischkonsums auf einen kleinen Bruchteil für Umwelt und unseren Körper unmittelbar (Zivilisationskrankheiten), Voraussetzung wäre, wie lange hören wir das schon, ohne es zu realisieren? Stattdessen steckt der subventionierte Bauernverband Millionen in Fleischwerbung.