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Nordkorea hebt Abriegelung von Kaesong auf - Flutschäden

Nordkorea hat die Abriegelung der Grossstadt Kaesong an der innerkoreanischen Grenze wegen eines Corona-Verdachtsfalls nach drei Wochen wieder aufgehoben. Machthaber Kim Jong Un habe aber angeordnet, wegen der weltweiten Verschärfung der Situation um das Coronavirus müsse «die Grenze noch dichter geschlossen werden», berichteten die staatlich kontrollierten Medien des abgeschotteten Landes am Freitag. Auch dürfe deswegen keine Hilfe von aussen für die Behebung der jüngsten Flutschäden im Land angenommen werden. Kim führte demnach am Donnerstag den Vorsitz bei einem Treffen des Politbüros der im Land herrschenden Arbeiterpartei.

Agentur
sda
Freitag, 14. August 2020, 05:48 Uhr Seoul
HANDOUT - Von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Verfügung gestelltes Foto von Machthaber Kim Jong Un. Foto: -/KCNA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit…
HANDOUT - Von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Verfügung gestelltes Foto von Machthaber Kim Jong Un. Foto: -/KCNA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit…
Keystone/KCNA/-

Die Teilnehmer hätten beschlossen, den «Lockdown des Frontgebiets einschliesslich Kaesongs» aufzuheben, hiess es. Die Situation sei dank der epidemiologischen Schutzmassnahmen stabil, wurde Kim zitiert. Der Machthaber hatte zuletzt eine Spezialversorgung für die Bewohner von Kaesong angeordnet. Wie kritisch die Situation für die betroffenen Menschen war, blieb unklar. In Kaesong leben nach Schätzungen etwa 300 000 Menschen.

Nordkorea hatte Ende Juli die Stadt komplett abgesperrt und den Notstand über die Region verhängt. Das Coronavirus sei möglicherweise ins Land eingeschleppt worden, hiess es. Bei einem ehemaligen Überläufer nach Südkorea, der am 19. Juli illegal über die Grenze zurückgekehrt sei, seien entsprechende Symptome festgestellt worden. Tests hätten jedoch keine sichere Diagnose ergeben.

Bei dem Politbüro-Treffen wurden die Teilnehmer den Berichten zufolge zudem über «weitreichende Schäden» in den Landesprovinzen durch die Monsunregenfälle in den vergangenen Wochen unterrichtet. Durch Überschwemmungen seien Reisfelder auf einer Fläche von etwa 39 000 Hektar überschwemmt worden. Ausserdem seien 16 680 Häuser und 630 öffentliche Gebäude überflutet oder zerstört worden. Schäden gebe es auch an zahlreichen Strassen, Brücken und Schienenstrecken.

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