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Fabian Frei über Finalspiele, Corona und die Medien

Fabian Frei wird am Sonntag als einer der ersten Schweizer Fussball-Profis nach der Corona-Pause wieder im Einsatz stehen. Vor dem Cup-Viertelfinal mit Basel in Lausanne spricht er über den Neustart.

Agentur
sda
Donnerstag, 11. Juni 2020, 16:30 Uhr Fussball
Fabian Frei freut sich auf den Saison-Neustart
Fabian Frei freut sich auf den Saison-Neustart
KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Nach drei Monaten ohne Wettkampf nimmt für Fabian Frei und den FC Basel die Saison am Sonntag mit dem Cup-Viertelfinal in Lausanne wieder Fahrt auf. Als erster Klub aus der Super League wird der Cup-Titelverteidiger beim Kaltstart im K.o.-Wettbewerb eine Resonanz auf die Auswirkungen der Zwangspause erhalten. Auf «absolutem Topniveau» bewege sich nach einer solchen Pause kein Team, sagte der Routinier des FCB, der Formstand sei vergleichbar mit demjenigen nach einer normalen Saisonvorbereitung.

Dass es für sein Team beim Wiedereinstieg sportlich sogleich um viel geht, beschäftigt Frei wenig. «Wir haben eigentlich fast nur noch Finalspiele, wenn man so will. Das macht es uns in der Vorbereitung einfacher», sagte er. Im Hinblick auf die Meisterschafts-Entscheidung dürfe man aber nicht ausblenden, dass «fast ein Drittel» der Spiele noch anstehe. «Es gibt wichtige Direktduelle und genügend Möglichkeiten fünf Punkte aufzuholen», sagt der Mittelfeldspieler, der in der Meisterschaft mit Basel hinter St. Gallen und den Young Boys im 3. Rang klassiert ist.

Weg von den Nebenschauplätzen

Ab Sonntag dürfte beim FC Basel voraussichtlich wieder das sportliche Geschehen ins Zentrum rücken, nachdem der Klub zuletzt immer wieder neben dem Platz für Schlagzeilen gesorgt hatte. Lohnverzicht, Trainerfrage, oder die finanzielle Situation des Klubs, viele Themen wurden in den Medien thematisiert. Für Frei im Prinzip kein Problem, er sagt: «Unser Job ist es, Fussball zu spielen. Was die Medien schreiben, hat uns nicht in erster Linie zu interessieren.»

Trotzdem gebe es auch bei ihm Momente, «in denen ich sauer werde». «Zum Beispiel, wenn ich Unwahrheiten lese oder Dinge nicht klargestellt werden», sagt Frei. Darauf reagieren wolle er aber nicht jedes Mal. Aufgrund der Kontaktsperre zu seinen Mitspielern wurde das Telefon in der Zeit des Lockdowns für Frei zum wichtigen Instrument. Daneben hätten sie sich in den «Online-Trainings» über Aktuelles austauschen können. Frei, in Basel längst ein wichtiger Führungsspieler, habe seinen jungen Kollegen in der Coronakrise vor allem zu vermitteln versucht, dass sie sich weiterhin «aufs Wesentliche fokussieren». «Lest nicht zu viel, geniesst die Zeit daheim und macht etwas Anderes», so sein Tipp an die Jungen.

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