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Auch Basel und Wallis verbieten Grossveranstaltungen

Nach dem Kanton Bern reagieren auch die Kantone Basel-Stadt und Wallis auf die steigenden Corona-Infektionszahlen und verbieten Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern.

Agentur
sda
Mittwoch, 21. Oktober 2020, 18:27 Uhr Bern
Die Stadien leeren sich wieder: Der FC Basel darf nur noch maximal 1000 Zuschauer im St. Jakpb-Park begrüssen
Die Stadien leeren sich wieder: Der FC Basel darf nur noch maximal 1000 Zuschauer im St. Jakpb-Park begrüssen
KEYSTONE/URS FLUEELER

In Basel ist im Sportbereich in erster Linie der FC Basel betroffen. Zum einen entzog der Kantonsarzt in Absprache mit dem Regierungsrat die Bewilligung für das Heimspiel am kommenden Sonntag in der Super League gegen Lausanne, zum andern wird er «bis Ende Jahr keine neuen Bewilligungen für Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen mehr ausstellen und beobachtet die epidemiologische Lage», wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt.

Spiele mit bis zu 1000 Besuchern sind unter Einhaltung der gültigen Schutzkonzepte weiterhin erlaubt. Die Partie vom kommenden Sonntag gegen Lausanne-Sport findet allerdings nicht statt, weil fast die gesamte Mannschaft der Basler sich derzeit in Quarantäne befindet.

Dass die Zuschauerkapazität wieder drastisch reduziert werden müsse, sei ein Stich ins Herz aller Fussball- und Sportfreunde, meinte Roland Heri, der CEO des FC Basel: «Nichtsdestotrotz steht auch für den FC Basel letztlich der Schutz und die Gesundheit der Menschen über allem, und wir müssen nun aus den wiederum neuen Gegebenheiten das Beste machen.»

Die Auswirkungen der neuen Zuschauerbegrenzung seien für den FC Basel allerdings gravierend. «Die Perspektive, bis Ende 2020 praktisch ohne Zuschauer spielen zu müssen und damit vor allem im Catering und Merchandising nicht von den einträglichen Spieltagen profitieren zu können, trifft uns hart», so Heri, der auch von einer «existenziellen Herausforderung» spricht.

Geisterspiele im Wallis

Im Wallis betrifft das Verbot vor allem den FC Sion und in geringerem Mass die Swiss-League-Klubs Sierre und Visp im Eishockey. Der Kanton geht aber noch weiter und verbietet alle «Kontaktsportarten (Fussball, Basketball, Hockey, Kampfsportarten usw.), mit Ausnahme des Profisports unter Ausschluss des Publikums und des individuellen Trainings». Die Massnahmen gelten bis mindestens 30. November. Für die Profiklubs im Wallis bedeutet dies «Geisterspiele» ohne Zuschauer.

Sions Präsident Christian Constantin fragt sich allerdings, ob in zwei Wochen überhaupt noch Fussball gespielt wird. «Ich muss zugeben, dass die Lage im Wallis sehr besorgniserregend ist», sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur «Keystone-SDA».

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