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YB konnte zuletzt nicht mehr zulegen

YB und Lugano, die besten Super-League-Teams nach Verlustpunkten, teilen sich mit einem 2:2 in Bern die Punkte. Die überlegenen Berner tun in der zweiten Hälfte zu wenig für den Sieg.

Agentur
sda
19.12.20 - 22:40 Uhr
Fussball
Theoson Siebatcheu (Dritter von rechts) verwertete gegen Lugano den Handspenalty zum 2:0
Theoson Siebatcheu (Dritter von rechts) verwertete gegen Lugano den Handspenalty zum 2:0
KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Die Luganesi, die in den letzten sieben Meisterschaftsspielen nie mehr als ein Tor kassiert hatten, gerieten zweimal in Rückstand und glichen zweimal schier aus dem Nichts aus. Beim ersten Mal durch einen herrlichen Vollrist-Schuss aus etwa 25 Metern des slowenischen Internationalen Sandi Lovric, beim zweiten Mal nach 70 Minuten, als Mattia Bottani nach einer nicht geratenen Abwehr von Goalie David von Ballmoos abstaubte.

Die Berner hätten gemäss den Torchancen mit einer höheren Führung als mit 2:1 in die Pause gehen müssen. Das 3:1 wäre auch in der zweiten Halbzeit möglich gewesen, aber Luganos Goalie Noam Baumann wehrte einen Versuch von Ali Camara aus kurzer Distanz mit einem verblüffendem Reflex ab. Die Young Boys kontrollierten den Match durchwegs, nach dem 2:2 konnten sie jedoch nicht auf eine stärkere Offensive umschalten.

Der lange Franzose Theoson Siebatcheu, Jean-Pierre Nsames Stellvertreter, war noch nicht oft zum Zug gekommen. Mit der Fussverletzung, die sich Nsame in Basel zugezogen hatte, bekam Siebatcheu die Chance, sich von Spielbeginn an zu zeigen. Die erste Halbzeit brachte er mit zwei Toren in Nsames Stil hinter sich. Beim 1:0 verwertete er mit einem Kopfball eine Flanke von Miralem Sulejmani. Später verwandelte er souverän einen Handspenalty. Kurioserweise lief das Spiel nach dem Hands von Akos Kecskes im Strafraum rund zwei Minuten weiter, ehe Schiedsrichter Adrien Jaccottet beim nächsten Unterbruch den VAR konsultieren und auf Penalty entscheiden konnte.

YBs Trainer Gerardo Seoane machte sich die Ausgeglichenheit seines Kaders zunutze. Im Vergleich zu der Startformation beim 2:0-Sieg am Mittwoch in Basel nominierte er sechs andere Spieler. Nur das Ersetzen des verletzten Topskorers Jean-Pierre Nsame durch Theoson Siebatcheu war eine unumgängliche Massnahme, die weiteren fünf Wechsel hatten den Sinn einer Rotation.

Telegramm und Rangliste

Young Boys - Lugano 2:2 (2:1)

SR Jaccottet. - Tore: 19. Siebatcheu (Sulejmani) 1:0. 28. Lovric (Lavanchy) 1:1. 41. Siebatcheu (Handspenalty) 2:1. 70. Bottani (Sabbatini) 2:2.

Young Boys: Von Ballmoos; Maceiras (84. Hefti), Camara, Zesiger, Garcia; Fassnacht (76. Moumi Ngamaleu), Aebischer (67. Martins), Rieder, Sulejmani (67. Gaudino); Mambimbi (76 Elia), Siebatcheu.

Lugano: Baumann; Kecskes, Maric, Facchinetti; Custodio; Lavanchy, Macek (60. Lungoyi), Lovric (81. Covilo), Guerrero (81. Daprelà); Ardaiz (60. Sabbatini), Bottani (74. Gerndt).

Bemerkungen: Young Boys ohne Nsame, Lustenberger, Sierro, Spielmann, Lauper und Petignat (alle verletzt). Lugano ohne Guidotti und Oss (beide verletzt). Verwarnungen: 22. Lavanchy (Foul), 36. Kecskes (Hands), 67. Maric (Foul), 73. Garcia (Foul), 77. Camara (Foul), 79. Custodio (Foul).

Rangliste: 1. Young Boys 12/25 (18:9). 2. St. Gallen 12/20 (11:9). 3. Basel 13/20 (18:15). 4. Lugano 11/18 (13:10). 5. Zürich 12/18 (19:15). 6. Lausanne-Sport 12/15 (16:16). 7. Servette 12/15 (11:13). 8. Luzern 12/13 (18:19). 9. Sion 11/8 (11:18). 10. Vaduz 11/6 (9:20).

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