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Globus macht in Bern zwei von vier Läden dicht

Die Globus-Gruppe schliesst im Raum Bern zwei von insgesamt vier Läden. Bereits per Ende Juni 2020 soll das Damenmodegeschäft an der Berner Spitalgasse dicht machen, 2021 soll das Warenhaus im Einkaufszentrum Westside folgen.

Agentur
sda
Dienstag, 21. Januar 2020, 12:12 Uhr Bern
Mit der Schliessung von zwei Globus-Geschäften in Bern fallen weitere 85 Arbeitsplätze weg. (Archivbild)
Mit der Schliessung von zwei Globus-Geschäften in Bern fallen weitere 85 Arbeitsplätze weg. (Archivbild)
KEYSTONE/WALTER BIERI

Mit den Schliessungen fallen insgesamt 85 Arbeitsplätze weg, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Das Warenhaus und das Herrenmodegeschäft in der Berner Altstadt sollen weiterbetrieben werden. Aufgrund der steigenden Nachfrage im Globus-Online-Shop und rückläufiger Umsätze in den Filialen würden vier Geschäfte im Raum Bern keinen Sinn machen, schreibt die zur Migros-Gruppe gehörende Globus zu den Gründen der geplanten Schliessungen. «Wir können uns vier Geschäfte auf so kleinem Gebiet schlicht nicht mehr leisten und müssen uns auf marktfähige Zukunftsperspektiven fokussieren», wird Globus-CEO Thomas Herbert zitiert.

Die Mitarbeitenden wurden am Dienstagmorgen persönlich über den Entscheid informiert, wie es weiter heisst. Globus setze alles daran, Entlassungen zu vermeiden. Mit den Sozialpartnern würden Massnahmen erarbeitet, um die Auswirkungen der Schliessung zu mildern. Sollten Entlassungen unvermeidlich sein, würden Betroffene über einen Sozialplan unterstützt. Gespräche mit den Sozialpartnern KV und Ghio seien im Gang.

Gruppe zum Verkauf

Die Globus-Besitzerin Migros hatte im vergangenen Sommer angekündigt, einen Käufer für die Warenhauskette zu suchen. Die Globus-Gruppe hatte 2019 einen weiteren Umsatzrückgang von 5,6 Prozent auf 762,7 Millionen Franken hinnehmen müssen.

Dabei hatten auch Filialschliessungen und das Ende für die Marken Schild und Herren Globus eine Rolle gespielt. Der Umsatz im Onlinegeschäft habe sich hingegen mehr als verdoppelt, betonte das Unternehmen, ohne jedoch eine konkrete Zahl zu nennen.

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