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Es gibt Neuschnee und das heisst: Vergnügen und Gefahr

Wenn Neuschnee auf alten Schnee fällt, kann dies zu einer Gefahr werden. Wir haben mit Chris Pilmeier, vom SFL Davos, über die Situation in der Südostschweiz gesprochen.

Südostschweiz
Samstag, 18. Januar 2020, 04:30 Uhr Lawinengefahr
Lawine
Die Lawinengefahr steigt aufgrund des Neuschnees.
ARCHIV

Drei Wochen ist es her, seit der letzte Schnee gefallen ist. Man würde meinen, der Frühling klopft an die Tür. In den Städten blühen die ersten Blumen und in der Höhe schmilzt der Schnee immer mehr. Aktuell liegen in der Südostschweiz auf 2000 Meter noch 50-80 Zentimeter Schnee, wie Chris Pilmeier vom SFL Davos erklärt. Nur in den Bündner Südtälern knackt die Schneemenge noch knapp den Meter. Die Schneehöhen seien zwar unter dem Durchschnitt, jedoch noch kein Rekordtief. Es gab schon Jahre, in denen es weniger Schnee lag.

Nun soll es jedoch wieder weisser werden. Die Wetterprognosen fürs Wochenende, versprechen Schneefall. Chris Pilmeier meint: «In den Glarner Alpen können wir mit 30 Zentimeter Schnee rechnen. Graubünden kann sich über 20 Zentimeter freuen.»

Der Neuschnee sorgt bei vielen Leuten zwar für Begeisterung, aber er kann auch zum Problem werden. «Zusammen mit dem Neuschnee erwarten wir auch Nordwind. Dieser verfrachtet den Neuschnee. Wenn dieser auf dem alten, lockeren Schnee zu liegen kommt, können Lawinen leichter ausgelöst werden.»

Das heisst: wie sehr man sich auch über neuen Schnee freut, die Lawinengefahr steigt markant. Daher ist in den Bergen Vorsicht geboten.

Weitere Infos und die aktuelle Lawinengefahrenkarte findet Ihr hier.

 

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