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Mit einem Bein in den Liveshows

Marcio Pereira Conrado geht bei «Deutschland sucht den Superstar» unbeirrt seinen Weg. In der letzten Sendung aus Südafrika geht es heute darum, die zwölf Finalisten zu bestimmen. Was nicht gleichbedeutend mit dem Finale ist.

Paul
Hösli
Samstag, 29. Februar 2020, 04:30 Uhr Glarner bei DSDS
Chiara D’Amico und Marcio Conrado singen auf einem Weingut in der Nähe von Kapstadt um den Einzug in das DSDS-Finale.
TV NOW / STEFAN GREGOROWIUS

Eigentlich hat Marcio Pereira Conrado beim offenen Casting in Zürich für die Musikshow «Deutschland sucht den Superstar» (DSDS) nur mitgemacht, um seiner Kollegin zu beweisen, dass er sowieso nicht weit kommt. Nun hat der Netstaler ihr und auch sich selber mehr als das Gegenteil bewiesen. Er übersteht bei der Castingshow Runde für Runde und singt heute Abend in Südafrika um die Finalteilnahme bei DSDS.

Bevor es so weit war, mussten die verbliebenen 22 Kandidatinnen und Kandidaten aber hartes Brot essen, wie in der Sendung am Dienstagabend auf dem deutschen Privatsender RTL zu sehen war. Nachts um halb zwei wurde ihnen mitgeteilt, dass sie die Koffer in ihrer Luxusunterkunft in Plettenberg Bay packen und umziehen müssen. Das sorgte, gelinde gesagt, für wenig Begeisterung. Die Stimmung war endgültig im Keller, als die Minibusse durch eine Baustelle auf der Autobahn zu einem längeren Stopp gezwungen wurden.

Den Widrigkeiten getrotzt

Mit reichlich Verspätung in Kapstadt angekommen, ging es Schlag auf Schlag. Das Wetter spielte am traumhaften Strand Camps Bay nämlich nicht mit. Die Kandidatinnen und Kandidaten hatten nicht nur mit Schlafmangel zu kämpfen, sondern auch mit Nässe, Kälte und den Gezeiten. Marcio Conrado und seine Gruppenkollegen Joshua Tappe und Ramon Kaselowsky trotzten allen Widrigkeiten und legten mit «I Can’t Help Myself» von The Four Tops einen «geilen» Auftritt hin, wie ihnen Dieter Bohlen attestierte. Selbst als eine Welle den Strand erfasste und die Sänger und die Jury mit den Füssen im Wasser standen, sangen die drei weiter.

Das Weiterkommen von Marcio Conrado schien mit dem Lob der Jury so gut wie geritzt. Dennoch rutschte dem 26-Jährigen noch einmal sichtlich das Herz in die Hose. Als Dieter Bohlen den Dreien mitteilte, wer denn nun eine Runde weiter sei, erlaubte sich der Poptitan mit Conrado einen Scherz. Seinen Gruppenkollegen zeigte er den Daumen nach oben. «Ihr beide seid locker weiter.» Bei Conrado hingegen fing er an zu grübeln und sagte: «Du weisst, wir können nicht jeden weiterlassen und müssen aussortieren.» Conrado blickte mit grossen Augen Richtung Bohlen, als dieser sein Grinsen aufsetzte und die erlösenden Worte sagte: «Du gehörst nicht dazu.» Die Freude bei den Dreien war riesig.

Romantisches Duett

So darf Marcio Conrado in der heutigen Sendung von DSDS auf dem Boschendal Wine Estate, einem Weingut in der Nähe von Kapstadt, um die Finalteilnahme singen. Er wird dies im Duett mit der 18-jährigen Schülerin Chiara D’Amico aus Frankfurt tun. Die beiden werden «Say Something» von A Great World & Christina Aguilera performen.

Nebenbei beziehen die 18 verbliebenen Kandidatinnen und Kandidaten laut einer Mitteilung von RTL ihr neues Domizil in Kapstadt – einen Trailerpark über den Dächern der Metropole. Da noch zu viele Teilnehmer dabei sind, finden drei keinen Schlafplatz. Ob Marcio Conrado dazugehört und ob er den Einzug ins Finale schafft, kann heute ab 20.15 Uhr auf RTL mitverfolgt werden.

Selbst wenn Marcio Conrado diese Hürde schaffen sollte, ist er im Gegensatz zu früheren DSDS-Staffeln noch nicht in den am 14. März startenden Liveshows in Köln mit dabei. Die zwölf Finalteilnehmer müssen am 7. März in der Turbinenhalle im Landschaftspark Duisburg live vor Publikum und der Jury auftreten. Nur sieben schaffen es endgültig in das grosse DSDS-Finale und kämpfen dort um ein Preisgeld von 100 000 Euro und einen Plattenvertrag. In den Liveshows entscheidet dann nicht mehr die Jury über das Weiterkommen, sondern die Zuschauer per Telefon oder SMS.

«Deutschland sucht den Superstar», Samstagabend, 29.02. 20.15 Uhr auf RTL.

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