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Zehn Prozent der RhB-Passagiere fahren schwarz

Ungefähr zehn Prozent der Fahrgäste der Rhätischen Bahn sind als Schwarzfahrer unterwegs. Dies ist auf jeden Fall auch auf die Corona-Pandemie zurückzuführen, wie Erich Büsser vom Amt für Energie und Verkehr gegenüber Radio Südostschweiz erklärt.

Südostschweiz
Dienstag, 21. April 2020, 12:30 Uhr Auch wegen Corona
Billettkontrolle
Durch die Massnahmen der Corona-Pandemie ist der Reiz fürs Schwarzfahren zu gross.
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Jede zehnte Person im öffentlichen Verkehr ist zurzeit als Schwarzfahrer unterwegs. Das zeigen die Angaben der Rhätischen Bahn (RhB). Grund dafür ist nicht zuletzt die Corona Pandemie, wie Erich Büsser vom Bündner Amt für Energie und Verkehr gegenüber (AEV) gegenüber Radio Südostschweiz erklärt. «Die Leute wissen, dass keine oder nur sehr wenige Ticketkontrollen gemacht werden. Das wurde von der SBB beispielsweise auch so kommuniziert.» Grund dafür ist die Einhaltung von Social Distancing. Die Betriebe des öffentlichen Verkehrs wollen ihr Personal schützen und verzichten deshalb mehrheitlich auf Kontrollen.

Der Reiz ist zu gross – aber das soll sich ändern

«Wenn man offiziell informiert wird, dass kaum noch Ticketkontrollen gemacht werden, dann reizt das natürlich, die Situation auszunutzen», erklärt Büsser. Das soll sich nun aber ändern. Es werden wieder vermehrt Ticketkontrollen durchgeführt. Besonders die SBB fahre den Kontrollbetrieb sehr schnell wieder hoch, sagt Büsser weiter. Auch die RhB wird wieder häufiger Stichproben durchführen.

Social Distancing muss dabei natürlich nach wie vor eingehalten werden. Da aber nur wenige Fahrgäste in den öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs seien und die Ticketkontrolle nur wenige Sekunden dauere, sollten vermehrte Kontrollen dennoch möglich sein. Die Kontrollen wieder ganz hochfahren möchte man allerdings noch nicht, so Büsser weiter. Es werde vorerst bei Stichproben bleiben. Diese werden allerdings stark zunehmen. (hin)

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