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China lockert Familienpolitik: Bis zu drei Kinder erlaubt

China lockert Familienpolitik: Bis zu drei Kinder erlaubt

China lockert seine Familienpolitik und erlaubt Paaren künftig drei Kinder.

Agentur
sda
vor 2 Monaten in
Ereignisse
ARCHIV - Anwohner bringen ihre Kinder zum Spielen auf ein Gelände in der Nähe eines kommerziellen Bürogebäudes. China lockert seine Familienpolitik und erlaubt Paaren künftig drei Kinder. Foto: Andy Wong/AP/dpa Foto: Andy Wong/AP/dpa
ARCHIV - Anwohner bringen ihre Kinder zum Spielen auf ein Gelände in der Nähe eines kommerziellen Bürogebäudes. China lockert seine Familienpolitik und erlaubt Paaren künftig drei Kinder. Foto: Andy Wong/AP/dpa Foto: Andy Wong/AP/dpa
Keystone/AP/Andy Wong

Vor dem Hintergrund des unerwartet massiven Geburtenrückgangs und der schnellen Überalterung der chinesischen Gesellschaft beschloss das Politbüro der Kommunistischen Partei am Montag auf einer Sitzung in Peking, dass eine solche «Optimierung der Geburtenpolitik» helfen soll, die Bevölkerungsstruktur zu verbessern und auf die Überalterung zu reagieren. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Der Beschluss fiel nur drei Wochen nach der Veröffentlichung der jüngsten Volkszählung. Demnach droht das bevölkerungsreichste Land in wenigen Jahren zu schrumpfen. Als Gründe nannten Experten die jahrzehntelange Ein-Kind-Politik, die erst 2015 aufgehoben wurde, sowie die hohen Kosten für Wohnraum und Ausbildung. Auch hätten sich viele Chinesen daran gewöhnt, nur ein Kind zu haben, hiess es.

In den vergangenen zehn Jahren ist Chinas Bevölkerung nur noch um jährlich 0,53 Prozent auf 1,41178 Milliarden Menschen gewachsen - so langsam wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die seit 1979 geltende Ein-Kind-Politik war 2015 aufgehoben worden und durch eine Zwei-Kind-Politik ersetzt worden. Die Wende hatte aber nur 2016 zu einem leichten Anstieg der Geburten geführt. Seither ist die Zahl jedes Jahr gefallen.

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Aufgrund der wirtschaftlichen und militärischen Stärke hat China inzwischen einfach keine Angst mehr, dass der eigene Raum für ihr Volk zu klein werden könnte. Die Führung in Peking hat seit längerem schon Siedlungszonen im südostasiatischen Raum im Blick, für die sie zukünftig Menschen zum ansiedeln braucht. Präsident Xi ist auch nicht das erste Staatsoberhaupt mit entsprechenden Plänen.

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