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Glockenfahrt der katholischen Kirche Davos

Glockenfahrt der katholischen Kirche Davos

Trotz der Sommerferien ist bei der katholischen Pfarrei einiges geboten.

Davoser
Zeitung
09.08.21 - 16:37 Uhr
Kultur & Musik
Eine eindrückliche Führung im Glockenwerk Perner präsentierte den interessierten Davosern den langwierigen Entstehungsprozess einer Glocke. Am traditionellen Kunsthandwerk hat sich bis heute nichts verändert.
zvg

So die ­Firmreise mit 44 Jugendlichen nach Rom, Jodlermessen, Pilgergottesdienste in der Tschuggenkapelle, Bauarbeiten bei der Marienkirche (siehe DZ vom 3. August) und kürzlich ein weiteres Highlight: Im vollbesetzten Reisebus Kessler machten sich bestens gelaunte Gemeindemitglieder zu einer dreitägigen Pfarreiwallfahrt auf den Weg. Ziel war die barocke Bischofsstadt Passau und dort die Glockengiesserei der Familie Perner.

Im grössten Marienwallfahrtsort Mitteleuropas, in Altötting, gab es Nahrung für die Seele. Nach einer Eucharistiefeier mit anschliessender Führung durch den Wallfahrtsort, die Schatzkammer, die Kirchen und eine Weihrauchmanufaktur, endete eine mehr als gelungene Pfarreiwallfahrt. Im kommenden Jahr soll es nach Rom gehen.
zvg
«Soll das Werk den Meister loben, doch der Segen kommt von Oben», heisst es bei Schillers Lied von der Glocke. Dekan Susak erteilt den Segen vor dem Glockenguss. Wohl jeder war gerührt über den historischen Anlass. Fortan werden die Stimmen der Glocken mit einem neuen Bewusstsein gehört werden.
zvg

Denn am Bettag steht Davos ein geschichtsträchtiger Festtag bevor: Zwei neue Glocken werden begrüsst, eingeweiht und auf den Turm der Marienkirche gezogen. In der Glockengiesserei nahmen die Davoser Einblick in den langwierigen Prozess der Entstehung einer Kirchenglocke. Fasziniert und begeistert von diesem nicht alltäglichen Erlebnis segnete Dekan Kurt Susak den Glockenguss der neuen grossen Friedensglocke. Dabei stimmten alle innbrünstig in das «Grosser Gott wir loben dich» ein. Ein Besuch der wunderschönen Altstadt, des Domes mit der grössten Orgel der Welt und einem Konzert, einer Schiffsfahrt auf der Donau sowie die Führung mit der Feier der Heiligen Messe am nächsten Tag im Marienwallfahrtort Altötting, rundeten eine unvergessliche Pfarreiwallfahrt ab. Die Vorfreude auf den Samstag, 19. September, steigt!

Petra Homberger vom Davoser Pfarreirat sorgte für ganz besondere Örtlichkeiten in ihrer Heimatstadt: Hoch über Passau wurde am Bayrischen Abend genüsslich gespeist und der Geburtstag des Pfarrers gebührend gefeiert.
zvg
«Festgemauert in der Erden, steht die Form aus Lehm gebrannt», heisst es bei Schiller weiter. Neben der kleinen «Johannesglocke» lässt die neue grosse «Friedensglocke» die künftigen Klangdimensionen nur erahnen. Bei 1150 Grad fliesst die Glockenspeise aus 78 Prozent Kupfer und 22 Prozent Zinn in den Hohlraum zwischen Kern und Mantel aus Lehm. Das Ergebnis wird am Bettag hörbar sein.

Als Geburtstagsüberraschung durfte Pfarrer Susak (links) die bereits gegossene kleine «Johannesglocke» auspacken und anschlagen. Nicht nur Kirchgemeindepräsident Dino Brazerol(2. v.r.) war überglücklich, auch Chef Rudolf Perner und Sohn Andreas freuten sich über den gelungenen Glockenguss. «Heiliger Johannes der Täufer, Patron von Davos, bitte für uns».

Als Geburtstagsüberraschung durfte Pfarrer Susak (links) die bereits gegossene kleine «Johannesglocke» auspacken und anschlagen. Nicht nur Kirchgemeindepräsident Dino Brazerol(2. v.r.) war überglücklich, auch Chef Rudolf Perner und Sohn Andreas freuten sich über den gelungenen Glockenguss. «Heiliger Johannes der Täufer, Patron von Davos, bitte für uns».
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