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Brasiliens Präsident Bolsonaro kritisiert Sambaschule für Umzug

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat am Defilee der Sambaschule «Estação Primeira de Mangueira» beim Umzug in Rio de Janeiro Kritik geübt. Die «Mangueira», eine der besten und beliebtesten Sambaschulen Brasiliens, legte das Leben von Jesus Christus neu aus.

Agentur
sda
Dienstag, 25. Februar 2020, 20:30 Uhr São Paulo
Weckte den Unmut von Brasiliens Präsident Bolsonaro: Die Vorstellung der Sambaschule Mangueira mit der Darstellung von Jesus Christus.
Weckte den Unmut von Brasiliens Präsident Bolsonaro: Die Vorstellung der Sambaschule Mangueira mit der Darstellung von Jesus Christus.
KEYSTONE/AP/Leo Correa

Sie zeigte diesen im Sambodrom unter anderem als Schwarzen, Indigenen und Frau gezeigt. Bolsonaro warf der Sambaschule deswegen via Facebook in Praia Grande im Bundesstaat São Paulo am Dienstag vor, die Religion zu verachten. In dem Defilee der Sambaschule schlugen auch zwei Polizisten auf einen traditionellen Jesus ein.

Beobachter interpretierten dies als Seitenhieb auf die Polizeigewalt in Brasilien und insbesondere Rio de Janeiro sowie die Starke-Mann-Rhetorik Bolsonaros. «Sie stellen eine Verbindung zu mir her, suchen ein Bild in Rio, um mich zu treffen», sagte Bolsonaro in dem Facebook-Video.

Der rechte Präsident plädiert immer wieder für ein hartes Durchgreifen gegen kriminelle Banden. Das Defilee hatte bereits für Gesprächsstoff gesorgt, bevor die «Mangueira» überhaupt im Sambodrom am Sonntag angetreten war.

Eine katholische Vereinigung aus São Paulo sammelte rund 100'000 Unterschriften dagegen. Die Erzdiözese Rio schrieb dem Präsidenten der Liga der Sambaschulen. Der Karneval in Rio ist in den vergangenen Jahren immer politischer geworden.

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