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Jetzt können sich alle Bündner mit Symptomen testen lassen

Ab Montag lockert der Bundesrat die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Der Bündner Regierungsrat hat an einer Pressekonferenz informiert, was das für Graubünden bedeutet und wie sich die Bevölkerung weiterhin verhalten soll. Unter anderem können sich nun mehr Bündner auf das Virus testen lassen.

Südostschweiz
Freitag, 24. April 2020, 14:07 Uhr Coronakrise
Update zu Corona-Massnahmen
Medienorientierung der Bündner Regierung via Livestream zu Updates im Zusammenhang mit dem Coronavirus.
THEO GSTÖHL

Am Montag, 27. April beginnt die erste Phase einer leichten Lockerung der Corona-Massnahmen. Dabei wird es beispielsweise Betrieben mit personenbezogenen Dienstleistungen oder Bau- und Gartenfachmärkten wieder gestattet sein, ihre Türen zu öffnen. Dies immer unter der Voraussetzung, dass ein Schutzkonzept vorliege, so die Bündner Regierung.

Die Regierung begrüsse, dass der Bundesrat ab dem kommenden Montag mit einem ersten Schritt zur Normalität zurückkehren möchte, sagte sie an einer Medienkonferenz am Freitag. Wenn der Anstieg der Fallzahlen moderat bleibe und nicht wieder ansteige, seien weitere Lockerungsschritte für die Wirtschaft und allenfalls den Bündner Tourismus in naher Zukunft möglich, sofern der Bund dies zulasse.

Mehr Tests für Personen mit Symptomen

Neu können bei allen Personen mit Symptomen Tests gemacht werden, um das Virus nachzuweisen. Bis anhin waren diese Tests auf die Risikogruppen beschränkt. Wer Krankheitssymptome wie Fieber und Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Muskelschmerzen oder Verlust des Geruchs- und Geschmacksinn aufweist, soll sich selbst isolieren und telefonisch eine Ärztin oder einen Arzt kontaktieren, wie die Regierung sagt.

Abstand halten und Hände waschen gelten immer noch als wirksame Schutzmassnahmen. Ausserdem bleibt das Verbot von Gruppen mit mehr als fünf Personen zentral. Ein Wiederanstieg der Fallzahlen würde auch die nächsten Lockerungsschritte und eine allfällige mögliche touristische Sommersaison akut gefährden.

Teilweise Normalisierung in Spitälern, Kliniken und Pflegeheimen

In einigen Bündner Spitälern und Kliniken dürfen ab dem 27. April nicht dringliche und ambulante Eingriffe unter bestimmten Voraussetzungen wieder durchgeführt werden. Dafür müsse aber zu jeder Zeit gewährleistet sein, das genügend Spitalbetten für Covid-19 Patienten zur Verfügung stehen, heisst es Seitens der Regierung. Spitalbesuche sind abgesehen von Ausnahmefällen weiterhin nicht möglich. Besuche in Alters-, Pflegeheimen und Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen hingegen sind unter bestimmten Umständen und der Einhaltung der Hygienemassnahmen nun möglich. Die Institutionen übernehmen die Verantwortung.

Viele freiwillige Zivilschützer im Einsatz

Mindestens 514 Personen leisteten seit Beginn der Krise für den Zivilschutz insgesamt 4029 Diensttage. Sie waren vor allem in Spitälern und Heimen bei der Zutrittskontrolle im Einsatz, aber auch bei der Auslieferung von Mahlzeiten. Gegenwärtig sind in verschiedenen Bereichen 132 Angehörige des Zivilschutzes im Einsatz.

Die ganze Pressekonferenz könnt Ihr hier nachhören:

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warum macht niemand das gastgewebe auf bis alles zusammen bricht müssen wir denn ganzen sommer vertursten es hat genug restaurat wo genügend platz haben das sie den abstand ein halten können oder wollt ihr alles ruinieren wir sin doch nicht in einer tiktatur das mann sich gar nichts mehr leisten dürfen ihr möchtet doch auch im sommer in einer schönen garten wirtschaft sitzten und die sonne geniessen oder nicht mann kann doch nicht so prutal sein

Es soll doch bitte jemand endlich fragen, was die Bündner Regierung zum erfolgreichen Verlauf der "Schweden Strategie" meint.
Am 22.04.2020 wurden Zahlen des schwedischen Gesundheitsamtes kommuniziert, welche ähnliche Kurven und eine ähnliche Mortalitätsrate zeigen wie sie in vielen anderen Ländern der Fall sind.
Dies ohne die Wirtschaft an die Wand zu fahren und mit einer bedeutend höheren Herdenimmunität. Das bedeutet, dass Schweden auf eine allfällige zweite Welle bedeutend besser gewappnet sein wird als andere Länder inkl. der Schweiz.

Hier der Bericht dazu:
https://www.meinbezirk.at/niederoesterreich/c-politik/schweden-epidemie…

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