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Eine Million für den Strom und weitere Entscheidungen

An der Gemeindeversammlung von Jenins sind diverse Geschäfte genehmigt worden. Unter anderem wurde einem Kredit von über einer Million Franken für die Netzoptimierung zugestimmt und der Teilrevision des Gesetzes über die Wildruhezonen.

Südostschweiz
Samstag, 29. August 2020, 04:30 Uhr Gemeindeversammlung Jenins
In Jenins fand am Donnerstag eine Gemeindeversammlung mit 49 Anwesenden statt. Sie stimmten verschiedenen Geschäften zu.
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Die Gemeinde Jenins hat am Donnerstagabend eine Gemeindeversammlung durchgeführt, bei welcher verschiedene Geschäfte besprochen wurden. Wie es in einer Mitteilung heisst, stimmten die 49 anwesenden Stimmberechtigten allen Geschäften zu.

Eine Million für Netzsanierung

Ein Thema der Gemeindeversammlung waren die Vereinbarungen und Verträge der Gemeinde Jenins mit der Elektrizitätswerk Maienfeld AG (EWM). Zum einen wurde das Jahresergebnis besprochen, welches mit 165'000 Franken verbucht wurde. Zum anderen wurden Stromproduktion und -verbrauch mit dem Vorjahr verglichen.

Die Stromproduktion erhöhte sich um 34 Prozent und auch der Verbrauch durch die Endkunden war leicht höher. Ebenfalls widmete man sich im Rahmen der Versammlung der Netzsanierung im Gebiet Rossriet, Seichastuda und Neugüter. Die EW Jenins (EWJ) und die EWM haben dafür eine gemeinsame Planung vorgenommen. Für die Ausführung der Etappe Neugüter-Industrie bewilligten die Jeninser einen Kredit von 1'007'000 Franken.

Beide Teilrevisionen genehmigt

Auch genehmigt wurde die Teilrevision des Gesetzes über die Wildruhezone. Dadurch werden einzelne Lücken im Gesetz über die Wildruhezonen in Bezug auf Perimeter, Kontrollen und Bussen geschlossen. Im Detail beutetet dies, dass der Gemeindevorstand in Notsituationen und in begründeten Fällen temporär neue Wildzonen bestimmen oder bestehende erweitern kann. Auch erhält die Gemeinde durch die Teilrevision das Recht, Personen für die Ausübung von Kontrollen zu ernennen. Ebenso wurden die Bussen angepasst, wie es weiter heisst.

Ebenfalls Zustimmung erhielt das teilrevidierte Steuergesetz, welches Änderungen im Bereich der Erbschafts- und Schenkungssteuern vorsieht, sowie die Jahresrechnung der Gemeinde, die mit einem Gewinn von 685'002 Franken abschloss. Zu dem Gewinn beigetragen hätten die Budgettreue auf der Ausgabenseite sowie die höheren Einnahmen durch die Grundstückgewinn- und Handänderungssteuern. Die Nettoinvestitionen der Gemeinde betrugen knapp 440'200 Franken.

Forst- und Werkbetrieb beim nächsten Mal

Ausserdem informierte der Gemeindevorstand bei der Gemeindeversammlung über die geplante Reorganisation des Forst- und Werkbetriebs, welche wegen der anstehenden Pensionierung des Amtinhabers 2021 nötig wird. Vorgesehen sei, die Aufgaben aus dem Bereich Forst, dem Zweckverband Falknis Maienfeld (ZVF) zu übertragen. An der kommenden Gemeindeversammlung vom 16. September werde dieses Thema genauer angeschaut. (paa)

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