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Vor der Parlamentswahl: Russland geht gegen «smartes Abstimmen» vor

Vor der Parlamentswahl: Russland geht gegen «smartes Abstimmen» vor

Zwei Wochen vor der Parlamentswahl wollen die russischen Behörden mögliche Protestabstimmung gegen die Kremlpartei Geeintes Russland verhindern.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Politik
ARCHIV - Ein Gericht in Moskau hat den Internetriesen Google aufgefordert, in seiner Suchmaschine den Begriff «smartes Abstimmen» nicht mehr anzuzeigen. Laut dem Nawalny-Vertrauten, Iwan Schdanow (hier im Bild: 17.07.2020), sei das Urteil rechtswidrig…
ARCHIV - Ein Gericht in Moskau hat den Internetriesen Google aufgefordert, in seiner Suchmaschine den Begriff «smartes Abstimmen» nicht mehr anzuzeigen. Laut dem Nawalny-Vertrauten, Iwan Schdanow (hier im Bild: 17.07.2020), sei das Urteil rechtswidrig…
Keystone/AP/Alexander Zemlianichenko

Ein Gericht in Moskau hat demnach den Internetriesen Google aufgefordert, in seiner Suchmaschine den Begriff «smartes Abstimmen» nicht mehr anzuzeigen - ein Projekt des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny. Sein Team machte die Entscheidung des Gerichts am Sonntag öffentlich.

Mit dem Projekt «Smartes Abstimmen» rufen Nawalny und sein Team Wählerinnen und Wähler auf, anderen als den Kandidaten der Kremlpartei die Stimme zu geben, um das Machtmonopol von Geeintes Russland zu brechen. Die Duma-Wahl ist vom 17. bis 19. September.

Geklagt hat dem Dokument zufolge ein Unternehmen mit dem Namen Woolintertrade, das Schafwolle verkauft und den Begriff «smartes Abstimmen» für sich beansprucht.

Der Nawalny-Vertraute Iwan Schdanow bezeichnete die Entscheidung des Gerichts als rechtswidrig. Das «smarte Abstimmen» sei kein «Gegenstand gewerblicher Umsätze, sondern wird von uns bereits seit mehreren Jahren verwendet». Zugleich zeigte sich Schdanow überrascht, dass die Registrierung einer Marke kurz vor der Wahl zur Staatsduma so schnell gehe. «Wir zählen darauf, dass Google diese Entscheidung nicht umsetzen wird», schrieb Schdanow bei Instagram.

Die Medienaufsichtsbehörde hatte zuvor schon Google und Apple aufgefordert, Nawalnys App nicht mehr in ihren App-Stores für Handys anzubieten. Sollten sich die Konzerne weigern, werde dies als «Einmischung in russische Wahlen» gewertet, hiess es.

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