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Putin wirbt für weitere Afghanistan-Geberkonferenz

Putin wirbt für weitere Afghanistan-Geberkonferenz

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich für eine weitere internationale Geberkonferenz für Afghanistan ausgesprochen.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Politik
ARCHIV - Wladimir Putin, Präsident von Russland, gestikuliert bei seiner Rede während einer Plenarsitzung auf dem Östlichen Wirtschaftsforum (03.09.2021). Putin wirbt für eine weitere internationale Geberkonferenz für Afghanistan. Foto: Alexander…
ARCHIV - Wladimir Putin, Präsident von Russland, gestikuliert bei seiner Rede während einer Plenarsitzung auf dem Östlichen Wirtschaftsforum (03.09.2021). Putin wirbt für eine weitere internationale Geberkonferenz für Afghanistan. Foto: Alexander…
Keystone/Pool AP/Alexander Zemlianichenko

«Es besteht die Gefahr, dass ein Mangel an Geld in der Staatskasse von Afghanistan diejenigen, die das Land heute kontrollieren, dazu ermutigen könnte, mit Drogen- und Waffenhandel Geld zu verdienen», sagte er am Freitag der Staatsagentur Tass zufolge.

Deshalb unterstütze Russland die Idee einer von den UN organisierten Geberkonferenz. Putin sieht dabei vor allem die USA und andere westliche Länder in der Pflicht, «die für die gravierenden Folgen ihrer langjährigen Präsenz direkt verantwortlich sind».

Zugleich hält er es für notwendig, mit der von den militant-islamistischen Taliban gebildeten Übergangsregierung in Afghanistan zusammenzuarbeiten. Repräsentativ sei die Übergangsregierung allerdings nicht, so Putin. Es fehlten Vertreter mehrerer ethnischer Gruppen. Russland spricht sich seit langem für einen Dialog aller in Afghanistan vertretenen Konfliktparteien aus. Die Taliban haben Mitte August in Afghanistan die Macht übernommen.

Bei der ersten Geberkonferenz seit der Machtübernahme sagten zahlreiche Staaten am vergangenen Montag Hilfsgelder von rund einer Milliarde Euro zu. Die Summe umfasst Soforthilfe für die Bevölkerung sowie Entwicklungshilfe und Unterstützung für Nachbarländer, die Flüchtlinge aufnehmen. Nach UN-Zahlen haben 93 Prozent der Haushalte in Afghanistan nicht genug zu essen.

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Die Taliban wollen Regierungsfunktionen ausüben. Es ist aber überdeutlich, dass viele Gründe bekannt sind, warum sie dafür in keiner Weise gerüstet sind.
Jede Form von Zuwendung muss bei den Afghanen ankommen, nicht bei den Taliban, nicht bei den Warlords.
Die Unterstützer nehmen Regierungsfunktionen war und haben damit eine starke Stellung. Entweder die Taliban stellen sicher dass die WHO autonom arbeiten kann, oder es sollten, bis das gewährleistet ist, keine Zahlungen erfolgen.