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Falscher Polizist fliegt auf - mit Gold an Bord

Mitte Juni sind am Grenzübergang in Castasegna drei Autoinsassen kontrolliert worden. Sie transportierten zuvor in St. Moritz betrügerisch erhaltene Goldbarren. Und zwar nicht wenige.

Südostschweiz
Freitag, 29. Juni 2018, 10:47 Uhr Dreiste Masche
Die Goldbarren haben es wie die Betrüger nicht über die Grenze geschafft.
KANTONSPOLIZEI GRAUBÜNDEN

Dreister gehts nicht. Eine 83-Jährige mit Wohnsitz in St. Moritz erhielt mehrere Anrufe aus Deutschland, bei welchen sich ein Mann als deutscher Polizist ausgab. Das Vermögen der Frau sei in Gefahr und er könne Vermögenswerte sicher für sie aufbewahren. Die Frau ging laut einer Medienmitteilung der Kantonspolizei Graubünden darauf ein und vereinbarte eine Übergabe von Gold. Die Frau übergab einem von drei weiteren Männern, alles Deutsche im Alter von 26, 23 und 19 Jahren, 20 Goldbarren zu je 250 Gramm mit einem Marktwert von über 200 000 Franken.

Bei einer Kontrolle des Grenzwachtkorps in Castasegna schliesslich wurde das im Auto versteckte Gold festgestellt. Die drei Männer wurden der Kantonspolizei Graubünden übergeben, welche sie inhaftierte. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Graubünden werden die weiteren Umstände und der Personenkreis dieser versuchten Straftat untersucht.

Schutz vor dieser Betrugsart
- Gesundes Misstrauen gegenüber Drittpersonen zeigen. Polizisten weisen sich mit der Uniform oder dem Polizeiausweis aus. Bei Zweifel nach dem Ausweis verlangen.
- Diese Betrugsart wird in verschiedenen Formen angewendet. Sich nicht dazu bringen lassen, Geld oder Vermögenswerte abzuheben und jemandem zu übergeben.
- Die Polizei verlangt nicht nach Vermögenswerten zur sicheren Aufbewahrung.
- Bei dubiosen Anrufen Hörer auflegen und die Polizei über die Notrufnummer 117 kontaktieren.

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