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Betrüger nutzen Coronakrise

Gauner schrecken auch in der Coronakrise nicht vor Taten zurück. Noch sind im Kanton Graubünden keine Auffälligkeiten bezüglich Betrügen feststellbar. Anders sieht das in unseren Nachbarkantonen aus.

Südostschweiz
Freitag, 27. März 2020, 15:43 Uhr Die Polizei rät
Betrug, Kreditkarten, Kreditkarte, Internet, Strafgericht
In Zeiten des Coronavirus treiben auch Betrüger ihr Unwesen - und versuchen beispielsweise an Bankdaten zu gelangen.
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Die Coronakrise zeitigt zahlreiche Auswüchse. Harte Regeln. Teilisolation. Homeoffice. Angst. Letzteres machen sich Betrüger zu Nutze. So sind in den vergangenen Tagen verschiedene Maschen aufgetaucht. In den Kantonen St. Gallen und Zürich boten Gauner Hilfe beim Einkaufen an. Sie bitten Leute, Einkaufstasche, Einkaufszettel und Geld im Milchkasten bereit zu legen und versprechen, dann den Einkauf zu tätigen. Zurück kommt aber, wenn überhaupt, nur die leere Einkaufstasche.

Andere geben sich am Telefon als Mitarbeiter von Hilfsorganisationen aus und hoffen auf Geldspenden. Wiederum andere klingeln an der Wohnungstüre und bieten an, die Wohnung zu desinfizieren. Und eine weitere Masche ist, dass sich Leute als Ärzte ausgeben, um an Kontodaten zu kommen

    Es ist auf gut deutsch gesagt himmeltraurig, war aber leider so zu erwarten. Betrüger und andere Kriminelle nutzen die...

    Gepostet von Kantonspolizei Thurgau am Freitag, 27. März 2020

    Auch wenn das Coronavirus Graubünden hart trifft, bezüglich Betrügereien ist Graubünden bisher eine heile Welt. «Im Kanton Graubünden dürfen wir feststellen, dass momentan keine Auffälligkeiten bezüglich Betrügen feststellbar sind», schreibt Markus Walser von der Medienstelle der Kantonspolizei auf Anfrage. (phw)

    Generell äussert sich die Bündner Kantonspolizei wie folgt:

    • Die «Maschen» können sich beinahe täglich ändern. Darum raten wir zu einem gesunden Misstrauen gegenüber Geldforderungen oder Angeboten, die auf die Schnelle einen Gewinn versprechen.
    • Auf keine spontanen Hilfeleistungen oder Verkaufsangebote durch Unbekannte an der Wohnungstüre oder telefonisch eingehen.
    • Personen die Hilfe benötigen, sollen sich aktiv an Angehörige oder direkt an örtlich bekannte Hilfsorganisationen – siehe auch Graubünden HILFT (Link zu Flyer) – wenden.
    • Wenn einem etwas verdächtig erscheint, soll man sich an die 117 wenden.

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