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Über 4000 Fahrzeuge kontrolliert

Die Kantonspolizei Graubünden und die Stadtpolizei Chur haben über die Ostertage im Zusammenhang mit der Einhaltung der COVID-19-Verordnung verstärkt Kontrollen getätigt. Die Bevölkerung hielt sich gut an die Vorgaben und war bei den verschiedenen Kontrollen aller meistens einsichtig. Es kam im ganzen Kanton zu wenigen Beanstandungen.

Südostschweiz
Montag, 13. April 2020, 20:16 Uhr Verstärkten Kontrollen

Von Mittwoch bis Ostermontag hat die Kantonspolizei Graubünden vermehrt Fahrzeugkontrollen, Betriebs- und Baustellenkontrollen, sowie Kontrollen bei Verkaufsläden und Shops durchgeführt. Auch wurden gemäss einer Mitteilung vom Montagabend verschiedene «Hot Spots» mit stichprobemässigen Kontrollen angefahren, wie Ausflugsziele oder Örtlichkeiten, wo sich normalerweise Menschenansammlungen ergeben.

Fahrten in den Süden

Die Appelle des Bundesrates wurden auf der San Bernardinoroute sehr gut eingehalten. Die A13 wurde im Vergleich zu anderen Osterfeiertagen viel weniger stark befahren. Dafür wurde ein Mehrverkehr auf den Hauptstrassen festgestellt. An der Kontrollstelle in Seewis-Pardisla auf der Prättigauerstrasse wurden über die Ostertage mehr Fahrzeuge kontrolliert als auf der A13. Insgesamt wurden auf den Bündner Strassen im Zusammenhang mit dem Verzicht auf unnötige Reisen 4620 Fahrzeuge kontrolliert.

Ausflugsziele und Menschenansammlungen

Die verschiedenen Kontrollen bei Ausflugszielen und Sportstätten waren grösstenteils positiv. Total wurden 151 Betriebe und Baustellen sowie 195 Verkaufsläden und Shops kontrolliert. Mit ganz wenigen Ausnahmen hielt sich die Bevölkerung an die vorgegebenen Regeln.

Die meisten Beanstandungen betrafen laut der Mitteilung das Social Distancing. Somit wurden über die ganzen Ostertage im Zusammenhang mit der Einhaltung der COVID-19 Verordnung des Bundesrates lediglich 63 Beanstandungen vollzogen und nur fünf Ordnungsbussen ausgesprochen.

Gute bis sehr gute Einhaltung der Massnahmen in Chur

Auch die Stadtpolizei Chur zieht rund um die Einhaltung der Corona-Weisungen über die Ostertage ein positives Fazit. Im Vordergrund der verstärkten Polizeipräsenz auf dem Stadtgebiet standen die Aufklärung und der Appell an die Bevölkerung, die bundesrätlichen Regeln konsequent einzuhalten, schreibt die Stadtpolizei in einer Mitteilung. Die entsprechenden Kontrollen umfassten Betriebe, Einkaufsgeschäfte und insbesondere Ansammlungen mit der Fünf-Personen-Regelung und der Distanzwahrung von mindestens zwei Metern sowie auch das kantonale Feuerverbot.

Dabei bilanziert die Stadtpolizei bis auf wenige Ausnahmen eine gute bis sehr gute Einhaltung der Massnahmen. Einige wenige Unbelehrbare mussten weggewiesen oder bezüglich einer möglichen Ordnungsbusse von 100Franken verwarnt werden. Bussen wurden jedoch keine ausgesprochen.

Die Stadtpolizei Chur rettete am Ostermontag einen Igel aus einem Lichtschacht.

Polizei rettet Igel

Auch das kantonale Feuerverbot wurde mit Ausnahme von drei benutzten Grillstellen sehr gut eingehalten. Unter den zahlreichen Dienst- und Hilfeleistungen kam es am Ostermontag zur Rettung eines Igels, welcher in einer Waschküche am Birkenweg in ein Lichtschacht gefallen war und durch die Polizeipatrouille unverletzt befreit werden konnte.

«Wir waren bezüglich der Einhaltung der Massnahmen über die Ostertage gespannt, insbesondere aufgrund des warmen Frühlingswetters. Nun sind wir positiv überrascht», bilanziert Polizeikommandant Ueli Caluori.

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