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William Reais Olympia-Reise endet im Halbfinale

William Reais Olympia-Reise endet im Halbfinale

Der Churer William Reais wird im Halbfinale des 200-Meter-Sprints Fünfter. Reais läuft dabei eine persönliche Saisonbestzeit.

Rinaldo
Krättli
vor 2 Monaten in
Sport

William Reais verpasst die grosse Sensation und scheidet im Halbfinale des 200-Meter-Sprints aus. Insgesamt zeigt der Churer eine gute Leistung, bereits der Einzug in das Halbfinale darf als Erfolg bezeichnet werden.

Ganz zufrieden ist der 22-Jährige trotzdem nicht. «Mein Ziel war es, eine persönliche Bestzeit zu laufen, das ist mir leider nicht gelungen. Ob ich zufrieden bin, weiss ich im Moment noch nicht, ich muss eine Nacht darüber schlafen, dann kann ich es sagen», so Reais nach dem Rennen.

Mit 20,44 Sekunden lief Reais zumindest seine schnellste Zeit in diesem Jahr. Sein bisheriger Jahresbestwert von 20,47 Sekunden lief Reais bei seinem Sieg an der U23-Europameisterschaft. Für seinen persönlichen Allzeitbestwert von 20,24 Sekunden fehlten Reais im Halbfinale in Tokio zwei Zehntel. Doch auch damit hätte es wohl nicht in das Finale gereicht. Alleine in seinem Halbfinale liefen drei Athleten eine Zeit unter 20 Sekunden.

Reais liess sich ob den Stars neben ihm aber nicht aus dem Konzept bringen, im Gegenteil: Sie waren viel eher Motivation. «Es ist natürlich cool, sich mit solchen Typen zu messen. Das sind Weltmeister, aber eigentlich ganz normale Typen. An ihrer Stelle könnte auch ich mal sein.»

Im Vorlauf zeigte Reais noch ein anderes Bild von sich. Der Churer blickte während des Laufs um sich und konzentrierte sich nicht zu hundert Prozent auf seinen Lauf. Danach sagte er sich im Hinblick auf das Halbfinale: «Ja nicht einschüchtern lassen.» Das ist ihm gelungen. Reais hat schnell dazugelernt. Zumindest lässt seine Antwort nach dem Halbfinale darauf schliessen: «Es ist egal, ob neben dir ein Weltmeister läuft oder ein Kantonalmeister.»

Dass es Reais dereinst schaffen wird – wie seine stärkste Konkurrenz am Dienstag – die magische Grenze von 20 Sekunden zu unterbieten, ist ihm zuzutrauen. Seine Entwicklung spricht für sich. Erst vor sechs Jahren wechselte Reais in die Leichtathletik, vorher spielte er Fussball.

Auch wenn Reais nicht vollends zufrieden ist, seine Entwicklung ist mit den ersten Olympischen Spielen bei Weitem noch nicht abgeschlossen. Und auf dem Weg zu neuen Bestzeiten ist Reais nun eine wichtige Erfahrung reicher.

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