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Davos verliert auch in Zürich

Der HC Davos kommt weiter nicht auf Touren. Gegen die ZSC Lions gibt es ein 3:6. Fünf Treffer fallen in den letzten zehn Minuten.

Roman
Michel
Freitag, 30. Oktober 2020, 22:10 Uhr Eishockey
Zürichs Marco Pedretti trifft gegen HCD-Goalie Sandro Aeschlimann zum zwischenzeitlichen 4:0.
KEYSTONE

Der HC Davos, der von den ersten vier Meisterschaftspartien in dieser Saison nur eine gewinnen konnte, gegen die ZSC Lions, die zuletzt drei Niederlagen hinnehmen mussten und dabei 19 Gegentore  kassierten – das ist schon fast ein bisschen Krisenduell. Schnell ist klar: Die Zürcher wollen sich für die Pleiten gegen Zug (2) und Ambri rehabilitieren. Mit dem ersten Angriff fällt das 1:0, fünf Minuten später heissts bereits 2:0. Der HCD erholt sich, bliebt aber offensiv harmlos – auch als er im Mitteldrittel über eine Minute mit zwei Mann mehr spielen darf. In der Folge ziehen die Zürcher davon. Dass es am Ende keine Klatsche wird, haben die Davoser primär dem Nachlassen der Lions zu verdanken. Wirklich an die Wende glaubten sie aber auch nach dem zwischenzeitlichen 2:4 und dem 3:5 nicht.

Die Tore 🎯
1. Minute: Chris Baltisberger, 0:1. Horror-Start für den HCD. Gerade einmal 21 Sekunden brauchen die Lions für ihren ersten Treffer. Baltisberger geht im Slot vergessen und verwertet eine Pass von Roe.

6. Minute: Raphael Prassl, 0:2. Der Blitzstart der Lions ist perfekt. Raphael Prassl lenkt vor dem Tor einen Schuss von Verteidiger Phil Baltisberger ab.

26. Minute: Denis Hollenstein, 0:3. Der HCD bringt in über einer Minute doppelter Überzahl keine Scheibe aufs Tor. Die Strafe kommt prompt: Kaum sind die Lions wieder zu fünft auf dem Eis, entwischt Topskorer Hollenstein und trifft zum 3:0.

32. Minute: Marco Pedretti, 0:4. Der ZSC-Stürmer lässt Buchli und Egli einfach stehen und verwertet cool zum 4:0.

49. Minute: Andres Ambühl, 1:4. Joe Thornton (wer sonst?) passt die Scheibe zum Captain. Dieser trifft mit einem satten Schuss.

52. Minute: Luca Hischier, 2:4. ZSC-Debütant Marco Rossi passt die Scheibe vor das eigene Tor, Hischier nimmt das Geschenk dankend an.

56. Minute: Chris Baltisberger, 2:5. Der Stürmer hat vor dem Davoser Tor erneut zu viel Platz und lenkt einen Schuss von Noreau unhaltbar ab.

59. Minute: Andres Ambühl, 3:5. Erneut ein Ablenker. Dieses Mal auf der anderen Seite. Ambühl hat seinen Stock am richtigen Ort.

60. Minute: Christian Marti, 3:6. Der Verteidiger trifft ins leere Tor.

Der Aufreger 😲
11'200 Leute hätten im Hallenstadion Platz. Gekommen sind ein paar wenige Journalisten und Klubvertreter. Dem Stadion-DJ ists egal. Er schraubt die Lautstärke aufs Maximum. Ein bisschen Party-Feeling solls dann doch sein. Trotz der Tristesse.

Der Beste 👍🏼
Joe Thornton: Sein Auge und seine Pässe sind noch immer vortrefflich. Das Problem: Er überrascht damit nicht nur den Gegner sondern auch die eigenen Mitspieler.

Der Schlechteste 👎🏼
Perttu Lindgren: Was ist aus dem Zauberer der letzten Saison geworden? Völlig blass, emotionslos – und ein ziemlich brutaler Check gegen Berni. Fühlt sich auf seiner neuen Rolle als Flügel nicht wohl.

Ausblick 🔜
Weil die Partie gegen die Rapperswil-Jona Lakers vom Sonntag aufgrund eines Coronafalls bei den St. Gallern verschoben ist, geht es für den HCD direkt in die Nationalmannschaftspause. Nächste Partie: am Dienstag, 10. November auswärts beim SC Bern.

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