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Schwerer, glimpflich abgelaufener Unfall von Grosjean

Schwerer, glimpflich abgelaufener Unfall von Grosjean

Romain Grosjean hat im Grand Prix von Bahrain alle Schutzengel auf seiner Seite. Der Romand in Diensten des Teams Haas übersteht einen fürchterlichen Unfall ohne schwerwiegende Verletzungen.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
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Das Rennen in Sakhir lief erst wenige Sekunden, da schlug Grosjean heftigst in den Leitplanken ein. Der Aufprall war so gewaltig, dass das Auto in der Mitte in zwei Teile gerissen wurde. Weil sich das auslaufende Benzin entzündete, musste beim Anblick des Feuerwalls mit dem Schlimmsten gerechnet werden.

Doch die Momente des Bangens waren glücklicherweise von relativ kurzer Dauer. Schon bald schlugen die Befürchtungen in Erleichterung um. Grosjean vermochte sich selber aus dem Wrack zu befreien und sich in Sicherheit zu bringen. Den Unfallort, der mit dem mehrheitlich verkohlten, praktisch zur Unkenntlichkeit verformten Auto ein Bild des Grauens bot, verliess Grosjean im Schockzustand und hinkend.

Nach der Erstversorgung in der Klinik an der Strecke wurde Grosjean ins nächstgelegene Spital überführt. Die dortigen Ärzte konnten nach genaueren Untersuchungen endgültig Entwarnung geben. Der für Frankreich fahrende Westschweizer kam mit Verbrennungen an den Händen davon.

Grosjean verbrachte zur Beobachtung die Nacht im Spital. «Er fühlt sich aber gut», sagte Günther Steiner, der Teamchef von Haas, nach einem Telefonat mit seinem Fahrer. «Es sieht so aus, dass er keine Brüche erlitten hat.»

Am Ursprung des Unfalls hatte Grosjean mit einem Fahrfehler selber gestanden. Der Genfer touchierte beim Versuch, die Spur zu wechseln, den AlphaTauri mit dem Russen Daniil Kwjat am Steuer. Danach raste er ungebremst und mit entsprechend hoher Geschwindigkeit in die Streckenbegrenzung.

Das Rennen wurde unverzüglich abgebrochen und nach den umfangreichen Reparaturarbeiten an der Unfallstelle, die rund 80 Minuten dauerten, neu gestartet.

Grosjean war auf dem International Bahrain Circuit zu seinem drittletzten Grand Prix gestartet. Wie sein Teamkollege, der Däne Kevin Magnussen, hat er für die kommende Saison bei seinem aktuellen Arbeitgeber keinen neuen Vertrag erhalten.

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