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Vier Bündner Trümpfe am Lauberhorn

Von Freitag bis Sonntag stehen in Wengen die Lauberhorn-Rennen auf dem Programm. Vier Bündner Athleten sind im Berner Oberland dabei – und allesamt halten sie gute Karten in der Hand.

Tobias
Kreis
Mittwoch, 15. Januar 2020, 04:30 Uhr Welcher sticht?
Stefan Rogentin, Carlo Janka, Sandro Simonet und Mauro Caviezel (von links) sind bereit für die Lauberhorn-Rennen.
Grafik SO/KEYSTONE

Drei Entscheidungen im Männer-Weltcup stehen am Wochenende in Wengen auf dem Programm. Nach der Alpinen Kombination am Freitag kommt es im Berner Oberland – Terminverschiebungen vorbehalten – am Samstag zum Abfahrts-Klassiker. Für Sonntag ist der Slalom geplant.

Mit von der Partie sind in Wengen vier Bündner. Allesamt gehen sie mit grossen Hoffnungen an den Start.

Mauro Caviezel

Geplante Starts: Alpine Kombination, Abfahrt

Formstand: Am Tag vor Heiligabend stürzte Mauro Caviezel beim Parallel-Riesenslalom von Alta Badia heftig. Ein traumatisierter linker Unterschenkel war die Folge. Nach einem intensiven Rehabilitations-Programm greift der 31-Jährige in Wengen wieder ins Renngeschehen ein. Den ersten Belastungstest hat Caviezel mit Bravour bestanden, wartete er doch am Dienstag gleich mit der Trainingsbestzeit auf.

Prognose: Vor einem Jahr realisierte Caviezel sowohl in der Abfahrt (7.) als auch in der Alpinen Kombination (4.) seine Bestresultate in Wengen. Während in der Kombination für den Domleschger immer alles möglich ist, gehörte die Lauberhornabfahrt bislang noch nicht zu seinen Lieblingsplätzen. Ein Podestplatz gleich beim Comeback nach Verletzungspause wäre eine Überraschung.

Carlo Janka

Geplanter Start: Abfahrt  

Formstand: Nach dem Coup zum Saisonauftakt in Lake Louise, als er in der Abfahrt Dritter wurde, ist Carlo Janka in sechs weiteren Abfahrten und Super-Gs nicht mehr in die Top 15 gefahren. Den 33-Jährigen dürfte es freuen, dass nun das Lauberhorn-Rennen bevorsteht.

Prognose: Wengen ist für Janka ein gutes Pflaster. Hier hat er auch schon starke Resultate geliefert, als es ihm sonst nicht rund lief. Zweimal hat er am Lauberhorn die Kombination gewonnen (2009, 2015), einmal die Abfahrt (2010). Es ist beileibe nicht ausgeschlossen, dass der Altmeister am Wochenende zum zweiten Mal in dieser Saison auf das Podest klettert. Indes ist dies nur in der Abfahrt möglich, denn auf den Start in der Kombination wird Janka wegen seiner Rückenbeschwerden verzichten. Dies erklärte er am Dienstag gegenüber «SRF Sport».

Stefan Rogentin

Geplante Starts: Alpine Kombination, Abfahrt  

Formstand: Wie für Janka scheint Wengen auch für Stefan Rogentin ein bevorzugter Ort zu sein. Vergangene Woche gewann der 25-Jährige am Lauberhorn die Europacup-Abfahrt. Vergangenes Jahr machte er als Neuntschnellster der Kombi-Abfahrt auf sich aufmerksam. Diese Saison hat Rogentin im Weltcup schon dreimal im Super-G und viermal in der Kombination gepunktet.

Prognose: In der Kombination hat Rogentin locker das Zeug, um ein Top-15-Resultat einzufahren. Nach dem Sieg auf Stufe Europacup darf der Mann vom Skiclub Lenzerheide-Valbella auch in der Spezialabfahrt mit Punkten rechnen.

Sandro Simonet

Geplante Starts: Alpine Kombination, Slalom

Formstand: Rogentins Klubkollege Sandro Simonet hat schon mehrfach angedeutet, dass er im Slalom mit den Schnellsten der Welt mithalten kann. Eine zu hohe Ausfallquote verhinderte bislang jedoch den rangmässigen Vorstoss in die Weltspitze.

Prognose: Geht es Simonet auf, kann es im Slalom weit nach vorne gehen. Als Geheimtipp muss man den 24-Jährigen indes auch in der Kombination auf der Rechnung haben. Im Vorjahr klassierte er sich beinahe sensationell als Elfter. Dieser Rang steht immer noch als zweitbestes Weltcup-Resultat auf Simonets Leistungsausweis.

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