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Opfer sollen mit Hassreden im Internet offen umgehen

Opfer sollen mit Hassreden im Internet offen umgehen

Beleidigende und diskriminierende Kommentare im Internet verletzen die Menschenrechte. Experten raten, den Opfer das nicht einfach so hinzunehmen.

Südostschweiz
vor 7 Jahren in
Cybermobbing macht Betroffenen schwer zu schaffen.

Zürich. – «Viele Leute sind im Umgang mit Internet und sozialen Medien nicht richtig aufgeklärt», sagt Marianne Affolter, Leiterin Kommunikation bei Pro Juventute. Deshalb sei es wichtig etwas für die Sensibilisierung zu tun: «Viele Täter wissen nicht, was Hassreden und Mobbing in der virtuellen Welt bei den Opfern auslösen». Die Aufklärungsarbeit sei deshalb wichtig, weil sich die Online-Angreifer auch nicht bewusst seien, welcher psychischen Gewalt sie die Betroffenen aussetzen.

Hilfreiche Tipps für Betroffene

«Opfer müssen diskriminierende Inhalte nicht einfach so hinnehmen», so Annina Grob, Projektverantwortliche der No-Hate-Speech-Kampagne – einer europaweiten Kampagne gegen Hassreden im Internet. Auf der Website www.nohatespeech.ch findet man hilfreiche Tipps, was man aktiv gegen Diskriminierung in sozialen Netzwerken tun kann. «Sich mit einer Anzeige an die Polizei wenden, schreckt viele Täter ab», rät Affolter von Pro Juventute. (so)

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