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Schweizer sind auch im Corona-Jahr reicher geworden

Schweizer sind auch im Corona-Jahr reicher geworden

Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr zwar zu wirtschaftlichen Turbulenzen geführt. Doch davon zeigte sich der Vermögensaufbau der Schweizer weitgehend immun.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Wirtschaft
Reicher geworden sind im vergangenen Jahr nicht zuletzt Hausbesitzer - im Bild die Zürcher "Goldküste". (Archivbild)
Reicher geworden sind im vergangenen Jahr nicht zuletzt Hausbesitzer - im Bild die Zürcher "Goldküste". (Archivbild)
KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA

Schweizerinnen und Schweizer sind gemessen am Vermögen pro erwachsener Person erneut wohlhabender geworden. Weltweit haben die Vermögen pro Erwachsenem einen neuen Höchstwert erreicht.

Konkret betrug 2020 das Vermögen pro Erwachsenem hierzulande 673'960 US-Dollar, ein Plus von 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie aus dem am Dienstag erschienen «Global Wealth Report» der Credit Suisse hervorgeht. Das Bruttovermögen stieg dabei mit einer ähnlichen Rate, was gemäss CS bedeutet, dass die Schulden (Hypotheken) etwa mit der gleichen Rate wie das Vermögen zugenommen haben.

Mit ihrem Vermögen liegen die Schweizer weltweit an der Spitze, gefolgt von den USA, in denen die Vermögen pro Erwachsenem um 41'870 Dollar auf 506'420 Dollar gestiegen sind. An dritter Stelle folgt Hongkong, wo die Vermögen gar um 26'420 auf 503'340 US-Dollar abgenommen haben.

Insgesamt stieg das weltweite Gesamtvermögen um 7,4 Prozent auf sagenhafte 418,3 Billionen US-Dollar und das Vermögen pro Erwachsenem um 6,0 Prozent auf einen Höchstwert von 79'952 US-Dollar. Die allgemeine Abwertung des US-Dollar trug jedoch mit 3,3 Prozentpunkten zum Wachstum bei, rechnet die CS vor. Bei gleichbleibenden Wechselkursen gegenüber dem Jahr 2019 wäre das Vermögen pro Erwachsenem um 2,7 Prozent gewachsen.

Aktionäre und Hausbesitzer sind reicher geworden

Dabei habe insbesondere das Vermögen derjenigen Gruppen, die einen höheren Anteil an Aktien in ihrem Vermögen haben, tendenziell besser abgeschnitten, heisst es weiter. In den meisten Märkten hätten ausserdem Hauseigentümer aufgrund steigender Immobilienpreise Kapitalgewinne erzielt.

Angesichts der gestiegenen Vermögen überrascht es nicht, dass weltweit die Anzahl der Millionäre um 5,2 Millionen auf 56,1 Millionen zugenommen hat. 2020 sei das Jahr, in dem zum ersten Mal mehr als ein Prozent aller Erwachsenen weltweit nominal Dollar-Millionäre waren, schreibt die CS. In der Schweiz beträgt der Anteil der Millionäre gar knapp 15 Prozent der Erwachsenen, was weltweit Spitze ist: Im Jahr 2000 waren es im Vergleich dazu erst 3,6 Prozent.

Noch stärker wuchs die Gruppe der sehr vermögenden Personen (UHNW, Vermögen über 50 Millionen US-Dollar), die einen Zuwachs von 24 Prozent auf 215'030 Personen und damit die höchste Steigerungsrate seit 2003 verzeichnete. Davon sind 3300 Personen mit Schweizer Domizil.

Weltweite Vermögen steigen bis 2025 weiter markant

In den nächsten fünf Jahren dürfte das globale Vermögen gemäss der Credit Suisse um 39 Prozent steigen und 583 Billionen Dollar im Jahr 2025 erreichen. Auch die Zahl der Dollar-Millionäre wird in den kommenden fünf Jahren um knapp 50 Prozent auf 83 Millionen steigen. Die Anzahl der Millionäre in der Schweiz dürfte dabei gar um 54 Prozent auf 1,6 Millionen zunehmen.

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