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Das Churer Vereinsleben läuft langsam wieder an

Das Churer Vereinsleben läuft langsam wieder an

Am Samstag dürfen die Badis, Campings, Bergbahnen und Zoos wieder öffnen und auch die Vereine dürfen dann wieder proben, üben und sich versammeln. Die Churer Vereine sind nicht ganz so voreilig.

04.06.20 - 04:30 Uhr
Aus dem Leben
Auch die Pfadis dürfen ab 6. Juni wieder mit den Aktivitäten starten.
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Ab kommendem Samstag, 6. Juni, sind Sportveranstaltungen und Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen wieder erlaubt. So dürfen Sportvereine den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen, Musikvereine wieder Proben und Pfadis wieder Aktivitäten durchführen. Doch bis die Schul- und Sommerferien, die für viele Vereine ebenfalls Pause bedeuten, beginnen, geht es nur noch knapp einen Monat. Werden die Proben, Trainings und Aktivitäten trotzdem noch vor den Sommerferien wiederaufgenommen?

Der Herbst wird musikalischer

Obwohl das Proben ab 6. Juni wieder möglich wäre, wird die Brass Band Sursilvana die Proben erst nach den Sommerferien wieder aufnehmen. «Wir werden uns auf die Herbstkonzerte konzentrieren», sagt Daniel Derungs, Mitglied der Brass Band Sursilvana. Da die Sommerferien als Probepause gelten würden, und es nicht mehr lange bis zu den Sommerferien gehe, mache die Aufnahme der Proben für diesen kurzen Zeitraum keinen Sinn. Für die Vorbereitung auf ein Konzert brauche die Brass Band zwei Monate. Die nächsten Konzerte fänden im Herbst statt. «Wir werden mit den Proben dann nach den Sommerferien wieder starten», sagt Derungs.

Auch der Badminton Club Chur wird sein Training nicht schon im Juni wieder aufnehmen. «Der Aufwand um die Schutzkonzepte einzuhalten ist sehr gross», sagt Präsident Bruno Felix und fügt hinzu: «Wir müssten quasi nach jedem Ballwechsel den Shuttle desinfizieren.» Die Stadt Chur stelle in den Sommerferien Trainingshallen für Vereine auf Anfrage zur Verfügung. «Wir werden die Stadt für Hallen in den Sommerferien anfragen, aber im Juni wird es noch kein Training geben», sagt Felix.

Pfadis starten teilweise

Für die Pfadis im Kanton hat die Pfadibewegung Schweiz ein Schutzkonzept, das als Vorgabe für alle lokalen Pfadiaktivitäten dient, erarbeitet. Laut der Pfadibewegung Schweiz soll mit diesem Konzept die schrittweise Wiederaufnahme der Pfadiaktivitäten ermöglicht werden. Das öffentlich zugängliche Schutzkonzept beinhaltet Massnahmen und Regeln, die zum Beispiel besagen, dass die Teilnehmer an den Aktivitäten nur teilnehmen dürfen, wenn sie keine Symptome haben, und dass die Teilnehmer vor und nach jeder Aktivität die Hände waschen müssen. Ausserdem müssen Präsenzlisten der Anwesenden geführt werden.

Im Quartalsplan der Pfadi Chur wäre bis zu den Sommerferien noch eine Aktivität, das Abschlussbräteln mit Anhang und Familie der Pfadfinder, eingetragen. «Das ist nun nicht möglich, da das Schutzkonzept mit den vielen Personen nicht umsetzbar ist», sagt Maira Coray, Abteilungsleiterin der Mädchen Pfadi Chur. So würden die nächsten Aktivitäten wieder nach den Sommerferien stattfinden und zum Trost: «Wir werden dann dafür ein Startbräteln machen», so Coray.

Ein bisschen anders sieht es bei der Pfadi St. Luzi Chur aus. Am Samstag, 13. Juni, ist der Startschuss für die Wiederdurchführung der Aktivitäten. «Somit werden bis zu den Sommerferien noch drei Aktivitäten durchgeführt», sagt Abteilungsleiterin Selina Rettich. In den Sommerferien würden anstelle des traditionellen Sommerlagers dafür eine Woche Aktivitäten stattfinden. «Wir halten uns an das Schutzkonzept der Pfadibewegung Schweiz», so Rettich.

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