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Punkte im Sattel sammeln

Punkte im Sattel sammeln

Im September findet in Chur wieder die Cyclomania statt. Die Stadt will damit die Bevölkerung motivieren, sich vermehrt aufs Velo zu schwingen.

Südostschweiz
vor 1 Monat in
Aus dem Leben
Teilnehmende der Cyclomania können während der einmonatigen Challenge Preise gewinnen.
Pressebild

Im September ist es zum zweiten Mal so weit: Alle, die sich in Chur mit dem Velo fortbewegen, können Punkte sammeln und Preise gewinnen. Die nationale Aktion Cylomania findet vom 1. bis zum 30. September statt und soll die Bevölkerung dazu animieren, das Velo mehr zu nutzen, wie die Stadt Chur mitteilt.

Interessierte können sich während dieses Monats via App zur Challenge anmelden. Sobald das Tracking aktiviert sei, werde das eigene Mobilitätsverhalten im Hintergrund automatisch erfasst. Für alle Strecken ab 500 Metern, die in Chur beginnen oder enden, gebe es Punkte – egal ob man mit dem Velo oder zu Fuss unterwegs sei, heisst es in der Mitteilung. 

Mit diesen Punkten lassen sich gemäss Stadt etappenweise Preise gewinnen. Schlussendlich qualifizieren sich Teilnehmende für die Verlosung des Hauptpreises: zwei Übernachtungen im Hotel Ucliva in Waltensburg. (so)

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Wenn Chur Velofahren fördern möchte, fehlen noch weitere Schritte.

Z.B Eingangs Stadt P+R Parkplätze, die kostenfrei sind und an denen man anschließend per Leihbike oder Bus in das Stadtzentrum fahren kann. Bei Kauf eines ÖV Billetts oder Nutzung eine (Leih)Velos sollte der Parkplatz kostenfrei sein. Velo- Stationen mit Werkstätten, überwachte Veloparkplätze und gedeckte Parkplätze für viele Velos fehlen in Chur.

Ich wünsche mir, die Stadt schaffe Abhilfe und wird mutig innovativ.

Chur ist eine Motown (mit den berühmten Staus), vollgestopft mit Autos. Schweiz Tourismus listet 11 autofreie Orte schweizweit, aber null im grössten Kanton (der quasi in allen Tälern die Carrera-Strecke der Welt ist, an der peinlicherweise und kompetenzobjektivierenderweise die weltberühmte Stressklinik HOLISTICA domiziert ist – statt Vorbild für die Welt, wie ich das via Edental-Modell vorschlage).

Dass man in Chur mehr Velo fährt, benötigt Voraussetzungen und nicht Marketing-Schönmalerei. Es bräuchte reinere Luft (denn beim Velofahren atmet man umso tiefer den Chemieabgasefeinstaub ein) und es braucht mehr Sicherheit vor Unfällen (wie Autos, die einen zu nahe überholen: Es bräuchte für Velos als Schutz vor den Autos einen eigenen Verkehrsraum (separate Velofahrbahn), so wie ihn Fussgänger auch haben auf dem Trottoir. Und gegen Autofahrer, die sich den Regeln widersetzen, die aufs Trottoir fahren, die in Fahrverbote in Wohnquartiere fahren zum Spass, und dort noch via frisiertem Motor illegalen Lärm machen, da müsste man die Strafen vervielfachen, denn die bestehenden Gesetze schaffen es offensichtlich zu wenig.