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Salbei ist nicht gleich Salbei

Salbei ist nicht gleich Salbei

… und Petersilie nicht gleich Petersilie. Die gesamte Vielfalt der Küchenkräuter ist wenig bekannt und wächst zusehends. Die Botanik ist eine lebendige Wissenschaft, die ebenfalls nicht stehen bleibt, sie passt sich dem Leben an.

Davoser
Zeitung
02.10.21 - 12:00 Uhr
Aus dem Leben
Auf der Schatzalp wachsen über 200 verschiedene Küchenkräuter.
zvg

Und so ändern sich auch manche Namen. Rosmarin heisst neuerdings Salbei und Lauchgewächse sind nun den Amarillis ähnlich. Oft ist das für den Laien nur schwer nachzuvollziehen, und der Fachmann wundert sich. Bei einigen Änderungen wird es Jahre brauchen, bis sich der neue botanische Name durchsetzt.

Dass es weit über 300 verschiedene Minzen, Hunderte verschiedene Thymiane und viele weitere Auslesen, Arten und Sorten und damit jeweils auch individuelle Düfte und Geschmäcker verschiedenster Kräuter gibt, ist den wenigsten bewusst.

Viele Kräuter sind nicht nur sehr schmackhaft und gesund, sie sind auch äusserst attraktiv und dementsprechend auch in den Gärten einzusetzen. Dabei kommen sie in allen bekannten Lebensbereichen der Pflanzen vor, und viele heimische Wildpflanzen sind natürlich auch unter ihnen. Doch besonders bei medizinaler Anwendung sind Vorsicht und viel Wissen geboten, denn Verwechslungen mit giftigen Arten sind möglich und Inhaltsstoffe bisweilen weniger bekannt.

Küchenkräuter allerdings begleiten einen durchs ganze Jahr. Im Frühling können wir es oft gar nicht erwarten, dass es wieder grünt und wir schon bald ernten können. Im Winter hegen wir unsere getrockneten Vorräte und halten sehnsüchtig die Nase in die diversen Duftaromen.

Auf der Schatzalp wachsen über 200 verschiedene Küchenkräuter in individuell dafür getöpferten Schalen und Töpfen. Sie sind auf Holzstämmen ausgestellt und zieren das Jugendstilhotel auf der Südseite im Jugendstilgarten. Die Ausstellung ist frei zugänglich und jeweils von Juni bis Oktober zu sehen. Immer freitags, am Nachmittag, gibt es eine Führung, zu der sich die Gäste an der Rezeption anmelden können. Diese Kräuter-Vernissage wird von Jahr zu Jahr beliebter, und das Sortiment wächst jeweils um das eine oder andere, auch unbekanntes Kraut. Die meisten dieser Kräuter brauchen Sonne, Licht und damit Wärme. Aber es gibt auch Schatten liebende Arten. Die Ausstellung auf der Schatzalp ist noch bis etwa Mitte Oktober zu sehen.

Im Winter werden die winterharten Pflanzen draussen unter dem Schnee überwintert. Die kurzlebigen und nicht winterharten Arten wie zum Beispiel Basilikum können zu Pesto verarbeitet werden. Nicht mehr gebrauchte Pflanzen werden günstig abgegeben.

Ausserdem ist das Alpinum-Schatzalp-Team dabei, eine neue Etikettierung – auch mit Verwendungshinweisen – zu erstellen und noch viel tiefere Informationen zu geben.

Dabei verrät einem oft der Name der Pflanze schon, um was es sich handelt. Die exotisch vorkommenden Namen bekommen dann meist einen erklärenden, deutschen Namen. Der ist zwar nicht immer korrekt, weist aber auf die Verwendung der Kräuter hin. Im Kasten unten einige Beispiele von bekannten und weniger bekannten Arten.

Herbst im Alpinum Schatzalp

Gratis-Führungen und Küchenkräuterverkauf am 3. Oktober:

Zum Abschluss der Saison möchte das Alpinum-Team allen Davosern und Gästen Führungen durch seine Gärten und dazu einen speziellen Küchenkräuterverkauf anbieten. Dieser beginnt ab 9 Uhr, mit Beratung ab 13 Uhr.

Führungen: (ohne Anmeldung)

10.30 bis 12 Uhr

14.30 bis 16 Uhr

weitere Infos unter www.alpinum.ch

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