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«Wichtig für Gesellschaft und Wirtschaft»

Der Bundesrat hat gestern seinen überraschend schnelleren Lockdown-Ausstieg vorgestellt. Nun ist klar: Der Kanton Graubünden zieht mit.

Südostschweiz
Donnerstag, 30. April 2020, 14:34 Uhr Bündner Regierung über Lockerungsmassnahmen
Coronavirus Bündner Regierung Livestream online
Die Regierungsräte informierten am Donnerstagmorgen über das weitere Vorgehen.
OLIVIA AEBLI-ITEM

Die Bündner Regierung hat basierend auf dem Bundesratsbeschluss von gestern Mittwoch entschieden, dieses Jahr an Bündner Gymnasien nur schriftliche Maturitätsprüfungen durchzuführen. Wie es in einer Mitteilung heisst, bereiten die Volksschulen im Kanton sich für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts am 11. Mai 2020 vor. «Die Schutz- und Hygienemassnahmen haben bei der Wiedereröffnung der Schulen oberste Priorität», schreibt die Regierung.

Der Kanton will am Freitag genaueres zu den Rahmenvorgaben mitteilen sowie Planungshilfen für die Umsetzung kommunizieren. Für die Maturandinnen und Maturanden der Gymnasien gilt aber schon jetzt: Schon ab dem 11. Mai finden die ersten schriftlichen Prüfungen statt. Für alle anderen Schülerinnen und Schüler der Gymnasien dauere die ausserordentliche Situation noch bis am 8. Juni. Sie würden weiterhin per Fernunterricht geschult, schreibt der Kanton.

Für die Berufsmaturität sollen gemäss Bundesrat schweizweit keine kantonalen Prüfungen stattfinden. Dort wird für die Matur nur auf die Erfahrungsnoten zurückgegriffen.

Schutzmassnahmen in Kindertagesstätten und Spielgruppen

Kindertagesstätten sollen ihren Betrieb ab dem 11. Mai ebenfalls wieder ausweiten dürfen. Auch die Spielgruppen dürfen unter Einhaltung der Schutzkonzepte wieder öffnen. Wie der Kanton schreibt, stünden den Kindertagesstätten ausserordentliche Finanzhilfen von Kanton und Gemeinden zur Verfügung. 

Der Kanton Graubünden erachte die beschlossenen Lockerungsschritte als «wichtiger Schritt in Richtung Normalisierung für Gesellschaft und Wirtschaft». Ein bisschen Kritik kommt von der Bündner Regierung ganz zum Schluss: «Bedauert wird, dass den Bergbahnen weiterhin an Planungssicherheit für die anstehende Sommersaison fehlt.»

Weil die Fallzahlen weiter rückläufig seien, werde die konsequente Rückverfolgung von Neuinfizierten ab dem 11. Mai wiederaufgenommen.

Die Pressekonferenz zum Nachschauen:

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Und wer denkt an den RIESEN-Druck der Schüler/innen, welche an die schriftlichen Maturitätsprüfung antreten müssen? Wer hilft ihnen, diesen grossen Schritt, ohne richtige Vorbereitung, zu meistern? Es ist toll, dass die Schulen und Dozenten unterstützt werden bei der Durchführung... doch wer unterstützt die Schüler?
Schade, dass im Kanton GR so entschieden wurde!