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Mehr als «nur» Gottesdienst

Die kantonale Evangelisch-reformierte Landeskirche legt ihren Jahresbericht 2019 vor.

Südostschweiz
Dienstag, 05. Mai 2020, 04:30 Uhr Bilanz ziehen
Klingt gut: Im Jahresbericht 2019 der Evangelisch-reformierten Landeskirche Glarus wird das «bunte und vielfältige kirchliche Leben» beschrieben.
ARCHIV

von Madeleine Kuhn-Baer*

In Zeiten der Coronakrise findet das kirchliche Leben vor allem online, in Briefen und Telefongesprächen statt. Physische Gemeinschaft ist fast nicht mehr möglich. Mit viel Kreativität versuchen die Pfarrleute und Kirchgemeinden, mit den Menschen dennoch in Kontakt zu treten und ihnen zu sagen: «Wir sind für Sie da, gerade jetzt.»

Einen Eindruck davon, wie bunt und vielfältig das kirchliche Leben in «normalen» Zeiten ist, gibt der neue Jahresbericht der Evangelisch-reformierten Landeskirche Glarus. Auf 14 Seiten wird in Wort und Bild gezeigt, dass Kirche eben viel mehr ist als nur Gottesdienst am Sonntag.

Der kantonale Kirchenrat unter Leitung von Pfarrer Ulrich Knoepfel legt Rechenschaft ab über seine breiten Aktivitäten im Kanton und in der Schweiz. Ebenso tun dies der Pfarrkonvent und die Spezialpfarrämter für Spitalseelsorge und Lebensberatung sowie für Menschen mit Behinderung. Der Alo-Job präsentiert seine Beratungs- und Vermittlungstätigkeit für Langzeitarbeitslose, der Helppoint zeigt auf, wie er als kirchlicher Sozialdienst Schülerinnen und Schüler der kaufmännischen und der gewerblich-industriellen Berufsfachschulen, des Bildungszentrums für Gesundheit und Soziales sowie des Glarner Brückenangebots unterstützt.

Gemeinschaft im Zentrum

Ökumene, Mission und Entwicklungszusammenarbeit (OeME), Kirche un-terwegs, Schuldenberatung Glarnerland, Beratungs- und Therapiestelle Sonnenhügel oder Frauen für Frauen im Glarnerland sind weitere Dienstleistungen, welche die reformierte Landeskirche allein oder in Zusammenarbeit mit anderen anbietet.

Etliche Bilder zeugen vom bunten kirchlichen Leben und legen anschaulich dar, was das Wichtigste ist: die Gemeinschaft von Menschen in wertschätzender Verbundenheit. Hoffen wir, dass diese bald wieder direkt und unmittelbar erfahren werden darf.

*Madeleine Kuhn-Baer ist Medienbeauftragte der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Glarus.

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