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Graubünden rüstet sich für eine zweite Welle

Die Vorsorgearbeiten zur Bewältigung einer zweiten Welle mit dem Coronavirus im Kanton Graubünden sind nahezu abgeschlossen. Zurzeit sind die Fallzahlen stabil, weshalb sich keine zusätzlichen Massnahmen aufdrängen. Die Abstands- und Hygienemassnahmen sind jedoch weiterhin strikte einzuhalten.

Südostschweiz
Dienstag, 07. Juli 2020, 11:38 Uhr Vorbereitungen abgeschlossen
Der Kanton Graubünden hat eine Meldestelle für Feriengäste eingerichtet und sich auf eine zweite Welle vorbereitet.
PIXABAY

Nach einem starken Anstieg der Zahl von infizierten Personen in den vergangenen Wochen zeigen sich die Neuerkrankungen im Kanton Graubünden zurzeit stabil, wie es in einer Mitteilung des Kantons heisst. Anfang Woche seien fünf Personen in Isolation und 30 Personen in Quarantäne gewesen. Aktuell befinde sich niemand mehr in Spitalpflege. Wer sich in Quarantäne befinde, werde vom Contact-Tracing-Team betreut. Man sei gerüstet, falls die Fallzahlen ansteigen, heisst es weiter.

Das Gesundheitsamt rät weiterhin dringend, die Abstandsregeln und die allgemeinen Hygienemassnahmen einzuhalten. Die Pflicht zum Tragen von Schutzmasken sei strikte einzuhalten. Menschenansammlungen sollen weiterhin gemieden werden, vor allem in geschlossenen Räumen. Man wolle derzeit keine weitergehenden Massnahmen einführen. Der Kanton betont in seiner Mitteilung aber, dass dies jederzeit verfügt werden könne, wenn die Fallzahlen zunehmen würden. Solche Massnahmen könnten etwa die Beschränkung der Grösse von Personengruppen oder eine Maskentragepflicht in Einkaufsläden sein.

Meldestelle für heimkehrende Feriengäste

Die Bündner Regierung hat zudem eine Meldestelle für Personen, die Ferien oder Aufenthalte in einem «Risikoland» verbringen, installiert. Ab sofort müssen sich alle Personen, die aus einem Staat oder Gebiet mit hohem Infektionsrisiko in die Schweiz einreisen, während zehn Tagen in Quarantäne begeben und sich unverzüglich bei der kantonalen Behörde melden.

Bei den Anordnungen zur Quarantäne handle es sich nicht mehr um eine Empfehlung, sondern seit Montag um eine Pflicht. Das Bundesamt für Gesundheit führt eine entsprechende Liste der Risikoländer und -gebiete, die regelmässig angepasst wird.

Die Vorbereitung für eine mögliche zweite Welle

Unter Leitung des Amtes für Militär und Zivilschutz und dem Gesundheitsamt Graubünden sei in den vergangenen Wochen ein Konzept als Grundlage für die Vorbereitung auf eine mögliche zweite Welle der Covid-19-Epidemie im Kanton Graubünden erarbeitet worden. Im Konzept werde aufgezeigt, wo Herausforderungen liegen und welche Möglichkeiten bestehen, um die Auswirkungen des Coronavirus auf die Bevölkerung möglichst gering zu halten, heisst es.

Im Fall einer zweiten Welle sollen die Verantwortlichen gesamtkantonal oder regional Massnahmen ergreifen. Das Konzept wird in den nächsten Tagen mit sämtlichen Departementen und involvierten Dienststellen abschliessend besprochen und verabschiedet. (cab)

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Soviel ich weiss, gab es mal eine Diskussion betr Vermummungsgesetz: jetzt müssen wir uns vermummen!!! Also:Mundschutz, 1 Sonnenbrille und eine Kapuze: einbrechen, Überfall machen, kann man so jemand noch erkennen??? Denn die Vermummung ist ja Pflicht????