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Influencer lassen Touristen nach Graubünden reisen – zumindest kulinarisch

Ferienreisen werden wohl noch für eine längere Zeit nicht möglich sein. Zumindest nicht ins Ausland. Deshalb hat sich Schweiz Tourismus etwas einfallen lassen, um Touristen trotzdem auf die Schweizer Kultur und auch auf die Ferienregion Graubünden «gluschtig» zu machen. Ganz nach dem Motto «träume jetzt – reise später».

Nadine
Hinder
Mittwoch, 22. April 2020, 04:30 Uhr Die Welt kocht Bündnerisch
Schweiz Tourismus lässt internationale Influencer Traditionsgerichte kochen, um den Tourismus trotz Corona weiter zu fördern.
SCREENSHOTS INSTAGRAM

Wann Ferienreisen ins Ausland wieder möglich sein werden, weiss zurzeit niemand. Klar ist, dass gemäss Bundesrat Schweizer Restaurants noch mindestens bis Mitte Juni geschlossen bleiben müssen. Den Menschen im Ausland soll die Schweizer Kultur dennoch etwas näher gebracht werden, um einen Reiz zu schaffen, die Schweiz und die Ferienregion Graubünden bei der nächsten Gelegenheit zu besuchen.

Dafür hat Schweiz Tourismus ihr internationales Influencer-Netzwerk genutzt, um über den kulinarischen Weg auf die Schweiz als Ferienland aufmerksam zu machen. Ganz nach dem Motto «Dream now – travel later», träume jetzt und reise später, wie Liên Burkard von Schweiz Tourismus gegenüber «suedostschweiz.ch» erzählt. Der Zeitpunkt für kulinarische Ideen sei gut, da zurzeit in vielen Ländern deutlich häufiger selbst gekocht werde, wegen der Isolierung durch die Corona-Massnahmen.

Die Welt kocht Bündnerisch

Die Influencerserie wurde bereits gestartet. Derzeit seien neun Influencer aus Deutschland, Österreich, England, den USA und aus der Schweiz involviert, so Burkard. Sie kochen traditionelle Schweizer Rezepte, drei davon aus Graubünden, nach. Das Besondere: Die Rezepte inklusive Profi-Tipp kommen von echten Chefköchen und Gastronomen der Partnerrestaurants respektive -Hotels von Schweiz Tourismus.

So wird beispielsweise in München von Marlene ein Original-Hefezopf nach Rezept vom Hotel «Castell» in Zuoz gebacken:

Ebenfalls in Deutschland wagt sich Caja an ein Quarkpizokel von Andreas Caminada vom Schloss Schauenstein. Das Ganze hat sie in ihrer Instagram Story geteilt. Die Westschweizerin Sara hat Capuns nach dem Rezept vom «The Alpina» in Tschiertschen gekocht.

Ausserdem kochte «eatnlondon» aus England eine Rösti, bei Ana und Nina aus der Deutschschweiz gab es Friburger Fondue und bei Selasi in England Älpler Magronen. Weiter geplant ist Birchermüesli in Österreich und eine Aargauer Rüeblitorte in den USA.

«Die Influencer regen mit den Schweizer Traditionsgerichten ihre Communities dazu an, heute von ihrer Küche, respektive ihrem Esstisch, aus zumindest geistig in die Schweiz zu reisen», erklärt Burkard. «Wenn der Lockdown erst einmal vorbei ist, werden diese Reisen hoffentlich auch in die Realität umgesetzt.»

Solidarität gegenüber Schweizer Gastronomie und Hotellerie

Mit der kulinarischen Influencerserie will Schweiz Tourismus zudem ihre Solidarität mit der Gastronomie und Hotellerie zeigen, die durch die Corona Situation hart getroffen wurden. «Die teilnehmenden Restaurants und Hotels werden immer in den Posts verlinkt oder erwähnt und teilweise sogar persönlich eingebunden», erklärt Burkard. So erhalten die Restaurants Beachtung durch ein internationales, ess-affines Publikum, das hoffentlich bald möglichst persönlich zu Besuch kommt.

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